Entsprechend groß sei die Gefahr von Insidergeschäften, Kursmanipulationen oder Falschinformationen. Verschiedene Börsenbriefe hätten zuletzt laut Bafin Aktien von Unternehmen, vor allem aus den Vereinigten Staaten, Kanada oder der Schweiz zum Kauf empfohlen.
Allerdings brachten ein Engagement in diesen Titeln nicht den erhofften Kursanstieg, sondern enorme Kursverluste innerhalb kürzester Zeit. Um auf solche dubiosen Tipps nicht hereinzufallen, rät die Bafin den Anlegern, auf einige Warnsignale zu achten:
Aktienflut: In der Phase, in der die empfohlene Aktie in den Freiverkehr eingeführt wird, finden ein Aktiensplit oder eine Kapitalerhöhung statt. Dadurch wird die Zahl der Aktien enorm erhöht.
Miniwerte: Vorsicht ist laut Bafin bei Aktien Schweizer Gesellschaften geboten, die einen Mindestnennwert von nur 0,01 Schweizer Franken und ein Mindest-Stammkapital von gerade einmal 100.000 Franken haben. „In diesem Fall liegt es nahe, dass es den Gründern der jeweiligen Gesellschaft darum ging, möglichst viele Aktien zu schaffen“, warnt die Bafin.
Trend-Branche: Bei Anlegern sollten die Alarmglocken angehen, wenn das Unternehmen kurz vor der Notierung an der Börse seinen Geschäftszweck ändert - vor allem dann, wenn die Gesellschaft plötzlich angibt, in einer Branche tätig zu sein, die derzeit in ist wie lange Zeit die Rohstoffbranche.
Geheimnisse: Wenn über das Unternehmen keine verlässlichen Informationen erhältlich sind wie testierte Jahresabschlüsse oder unabhängige Analystenberichte, sollten Anleger lieber die Finger von einem Kauf lassen.
Karriere: Verdächtig ist es auch, wenn Personen, die in leitender Position der Gesellschaft tätig sind, schon in anderen Unternehmen tätig waren, deren Aktien sich langfristig ebenfalls als Enttäuschung herausgestellt haben.
Briefkasten: Hat das Unternehmen seinen Sitz unter derselben Adresse wie ein Vielzahl anderer Unternehmen, deutet dies darauf hin, dass die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft eher begrenzt ist und es sich mehr oder wneiger um eine „Briefkastenfirma“ handelt.
Fazit: Anleger sollten nie blind Empfehlungen von so manchen Börsenbriefen oder unbekannten E-Mail-Verfassern trauen, sondern stets selbst ihre Anlagestrategie und ihr Investment prüfen.
Dienstag, 2. September 2008
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