Die Bemühungen der westlichen Regierungen zur Rettung ihrer angeschlagenen Finanzriesen hielten indes unvermindert an. Die US-Notenbank stützte den Versicherungskonzern American Internation Group (AIG) am Donnerstag mit einem weiteren Kredit von 38 Milliarden Dollar (27,8 Mrd. Euro). Einen ersten Großkredit von 85 Milliarden Dollar hat AIG inzwischen so gut wie aufgebraucht.
Gegenüber dem angeschlagenen Versicherungskonzern Dexia bürgten Frankreich, Belgien und Luxemburg für ein Kreditvolumen von bis zu 4,5 Milliarden Euro. Dexia war vor kurzem bereits mit einem 6,4 Milliarden Euro schweren Rettungspaket gestützt worden. Italien hatte bereits am Mittwochabend ein Paket von 20 Mrd. Euro für seine Banken geschnürt und zugleich versichert, dass alle Kreditinstitute sicher seien.
Weitere Zinssenkungen
In Asien senkten die Notenbanken mehrerer Staaten ihre Leitzinsen, darunter Südkorea und Taiwan. Das Weiße Haus kündigte für Samstag ein Krisentreffen von US-Präsident George W. Bush und den Finanzministern der G-7-Staaten sowie den Direktoren des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank in Washington an.
IWF-Chef Dominique Strauss Kahn warnte vor dem Treffen vor nationalen Alleingängen bei der Bewältigung der Finanzkrise. Das müsste "vermieden, wenn nicht gar verurteilt" werden, betonte er.
USA: Systematische Verstaatlichungen?
Aus dem Umfeld von US-Finanzminister Henry Paulson verlautete indes, dass Washington eine systematische Teilverstaatlichung privater Banken erwäge, um die ausufernde Finanzkrise einzudämmen.
Paulson arbeite mit Hochdruck an einem für Banken freiwilligen Programm, um bereits bis Monatsende erste Geldspritzen verabreichen zu können. Die Regierung wolle dabei stimmrechtslose Aktien der Institute erwerben, hieß es.
Donnerstag, 9. Oktober 2008
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