Beide Szenarien sind gut begründet
Gleichwohl sind beide Szenarien gut begründet. Die optimistischere Variante, nach der Deutschland „nur“ eine Flaute und keine Rezession bevorsteht, basiert auf der Annahme, die Bankenkrise lasse sich mit Hilfe der nun beschlossenen Rettungspakete ohne größere Folgen für die produzierenden Unternehmen beenden. Wenn die deutsche Wirtschaft weiter Kredite erhält, könnte sie glimpflich davonkommen. Denn entlastend wirken auch der erwartete Rückgang der Energiepreise und die Abwertung des Euro gegenüber dem Dollar. Dadurch werden deutsche Produkte im Ausland billiger, das stützt den Export. Damit die günstige Rechnung aufgeht, müsste sich freilich auch die Hoffnung erfüllen, dass die Beschäftigung vorerst nur leicht sinkt und der nach wie vor müde Konsum nach den jüngsten kräftigen Lohnrunden tatsächlich anspringt.
Das sind doch ziemlich viele Unwägbarkeiten. Die Bundesregierung wäre deshalb gut beraten, ihre eigene Prognose, die sie morgen vorlegen will, auf der pessimistischen Variante, dem Rezessionsszenario, aufzubauen.
Dienstag, 14. Oktober 2008
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