Montag, 20. Oktober 2008

Folgen der Finankrise

All diese Milliarden müssen jetzt zusätzlich verdient werden. Ist eigentlich allen klar, dass wir schon ein zweites Microsoft, ein besseres Google und ein bis zwei Popphänomene der Beatles-Güte hervorbringen müssten, um diese Summen zu erwirtschaften? Und im Moment haben wir benzinbetriebene Autos, schwere Maschinen und Dieter Bohlen zu bieten. Das wird leider nicht reichen. Jetzt wäre es an der Zeit zu zeigen, wo die risikobereiten Unternehmertypen sind. Nach der Krise verkauft ein Finanzhändler sein Zeug und gründet eine Firma – solche Geschichten möchte ich jetzt lesen!

Wie wäre es, Mitarbeiter der nun begünstigten Institute besuchten die Schreibkurse der Volkshochschulen oder die Cafés unserer Städte und böten schreibenden Frauen ihre Hilfe an, putzten die Wohnung, kauften ein, sitteten die Kinder – eine zweite Joanne K. Rowling und die Erlöse eines Harry Potter, so was könnte der deutsche Fiskus dringend brauchen.

Wer kann schon vom Gehalt leben?

Und wenn solche Wunder ausbleiben? Der Chef von Tengelmann, Erivan Haub, einer der reichsten Deutschen, hat schon gemeckert, die Finanzwelt habe gar keine Ahnung, wie schwer es sei, in der Realwirtschaft, etwa in seinen Lebensmittelläden, etwas zu verdienen

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