Kein Zweifel: Die Sorge um die Umwelt erzwingt eine Reaktion der Politik. Doch die Frage ist, was gemacht wird und wie es gemacht wird und wie man sich vor mächtigen Lobbys hütet. In der Sprache der Wirtschaftswissenschaft heißt das: „Gute Klimapolitik muss kosteneffizient sein, also dafür sorgen, dass die Menge CO2, die pro eingesetzten Euro eingespart wird, maximal ist.“ So prägnant formuliert es der Magdeburger Umweltökonom Joachim Weimann.
Prinzip verletzt
Dieses triviale Prinzip sieht der Wissenschaftler sträflich verletzt in der deutschen Klimapolitik. Das ist im Grunde nicht schwer zu verstehen: Die Energieversorger haben für das Recht, CO2 in die Luft zu blasen, Zertifikate gekauft. Beflügelt das Kühlschränke-Programm die Menschen, die A++-Geräte anzuschaffen, dann wird viel Strom gespart. Es wird also auch CO2 gespart. So weit, so gut.
Doch dann passiert das Schreckliche: Die Verschmutzungszertifikate für den gesparten Strom bleiben frei und können von anderen erworben und verbraucht werden, zum Beispiel von einer Zementfabrik. Das Ergebnis ist trübe: Die Luft wird kein bisschen sauberer. Die Ersparnis bietet Spielraum für Luftverschmutzung an anderer Stelle.
Samstag, 30. August 2008
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Das ist die Antwort :
http://politik.pege.org/
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