The UK is facing the worst economic conditions for 60 years and the current crisis will be "more profound and long-lasting" than expected, British finance minister Alistair Darling warned Saturday.
Alistair Darling says the UK is facing its worst economic crisis in 60 years.
Alistair Darling says the UK is facing its worst economic crisis in 60 years.
Darling's comments are the Government's grimmest assessment yet of the situation, and come after a Bank of England policymaker warned that unemployment could hit two million by Christmas, the UK's Press Association reported.
Darling said that the economic conditions faced by the UK and the rest of the world "are arguably the worst they've been in 60 years," adding: "I think it's going to be more profound and long-lasting than people thought."
Speaking to The Guardian newspaper, Darling admitted that UK Prime Minister Gordon Brown's ruling Labour Party would face a tough job persuading voters that they deserved another term in office.
"This coming 12 months will be the most difficult 12 months the Labour Party has had in a generation, quite frankly," he said. "We've got to rediscover that zeal which won three elections, and that is a huge problem for us at the moment.
Sonntag, 31. August 2008
Samstag, 30. August 2008
CO2 Effizienz
Kein Zweifel: Die Sorge um die Umwelt erzwingt eine Reaktion der Politik. Doch die Frage ist, was gemacht wird und wie es gemacht wird und wie man sich vor mächtigen Lobbys hütet. In der Sprache der Wirtschaftswissenschaft heißt das: „Gute Klimapolitik muss kosteneffizient sein, also dafür sorgen, dass die Menge CO2, die pro eingesetzten Euro eingespart wird, maximal ist.“ So prägnant formuliert es der Magdeburger Umweltökonom Joachim Weimann.
Prinzip verletzt
Dieses triviale Prinzip sieht der Wissenschaftler sträflich verletzt in der deutschen Klimapolitik. Das ist im Grunde nicht schwer zu verstehen: Die Energieversorger haben für das Recht, CO2 in die Luft zu blasen, Zertifikate gekauft. Beflügelt das Kühlschränke-Programm die Menschen, die A++-Geräte anzuschaffen, dann wird viel Strom gespart. Es wird also auch CO2 gespart. So weit, so gut.
Doch dann passiert das Schreckliche: Die Verschmutzungszertifikate für den gesparten Strom bleiben frei und können von anderen erworben und verbraucht werden, zum Beispiel von einer Zementfabrik. Das Ergebnis ist trübe: Die Luft wird kein bisschen sauberer. Die Ersparnis bietet Spielraum für Luftverschmutzung an anderer Stelle.
Prinzip verletzt
Dieses triviale Prinzip sieht der Wissenschaftler sträflich verletzt in der deutschen Klimapolitik. Das ist im Grunde nicht schwer zu verstehen: Die Energieversorger haben für das Recht, CO2 in die Luft zu blasen, Zertifikate gekauft. Beflügelt das Kühlschränke-Programm die Menschen, die A++-Geräte anzuschaffen, dann wird viel Strom gespart. Es wird also auch CO2 gespart. So weit, so gut.
Doch dann passiert das Schreckliche: Die Verschmutzungszertifikate für den gesparten Strom bleiben frei und können von anderen erworben und verbraucht werden, zum Beispiel von einer Zementfabrik. Das Ergebnis ist trübe: Die Luft wird kein bisschen sauberer. Die Ersparnis bietet Spielraum für Luftverschmutzung an anderer Stelle.
Sonntag, 24. August 2008
Was Banken gelernt haben ? - Stiglitz
Glauben Sie, dass die Banken aus der aktuellen tief gehenden Krise etwas gelernt haben?
Stiglitz: Daran glaube ich nicht einmal ein winziges Bisschen. Solche Krisen scheinen doch alle zehn Jahre zu passieren. Ich fürchte, dass die Steuerzahler nach dieser Krise sich bereits darauf vorbereiten sollten, in der nächsten, die kommt, wieder einen Teil der Rechnung bezahlen zu müssen.
mm.de: Obwohl so viele Banken derzeit so hohe Abschreibungen und teilweise echte Verluste haben?
Stiglitz: Trotzdem. Die ersten Meinungsmacher bringen sich doch bereits wieder in Stellung und warnen vor Überregulierung, obwohl wir nicht mal eine funktionierende Regulierung haben.
Stiglitz: Daran glaube ich nicht einmal ein winziges Bisschen. Solche Krisen scheinen doch alle zehn Jahre zu passieren. Ich fürchte, dass die Steuerzahler nach dieser Krise sich bereits darauf vorbereiten sollten, in der nächsten, die kommt, wieder einen Teil der Rechnung bezahlen zu müssen.
mm.de: Obwohl so viele Banken derzeit so hohe Abschreibungen und teilweise echte Verluste haben?
Stiglitz: Trotzdem. Die ersten Meinungsmacher bringen sich doch bereits wieder in Stellung und warnen vor Überregulierung, obwohl wir nicht mal eine funktionierende Regulierung haben.
Samstag, 23. August 2008
Mundell-Fleming Modell
Anfang der 1960er Jahre entwickelten er und Marcus Fleming unabhängig voneinander das Grundmodell der Makroökonomik offener Volkswirtschaften, was als Mundell-Fleming-Modell bekannt wurde. Das Modell beschreibt eine kleine Volkswirtschaft, die mit anderen Ländern durch Handel und grenzüberschreitende Kapitalströme verbunden ist, und zeigt, welche Politikoptionen bestehen und wie das Land auf Veränderungen der inneren und äußeren Rahmenbedingungen reagiert. Es zeigt die Unmöglichkeit, gleichzeitig nationale geldpolitische Autonomie, fixe Wechselkurse und freie Kapitalströme zu erreichen (Mundell-Fleming-Trilemma). Nur zwei der drei Ziele können erreicht werden. Aus der Theorie folgt im Besonderen:
* Die Stabilität des Bretton-Woods-Systems beruht weniger auf dem Goldstandard, eher auf den US-amerikanischen nationalen Reserven.
* Nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik in einem System variabler Wechselkurse ist ineffektiv, da sie die Zentralbanken behindert.
* Das ökonomische Gleichgewicht zwischen einzelnen Währungszonen beruht auf ähnlicher Preisstabilität. Eine gemeinsame Geldpolitik für alle würde ausreichen.
* Die Stabilität des Bretton-Woods-Systems beruht weniger auf dem Goldstandard, eher auf den US-amerikanischen nationalen Reserven.
* Nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik in einem System variabler Wechselkurse ist ineffektiv, da sie die Zentralbanken behindert.
* Das ökonomische Gleichgewicht zwischen einzelnen Währungszonen beruht auf ähnlicher Preisstabilität. Eine gemeinsame Geldpolitik für alle würde ausreichen.
Angebotspolitik versus Kenysianismus _Mundell
* Bürokratieabbau und Deregulierung
* die Verringerung der Herstellkosten, insbesondere der Lohnnebenkosten
* die Verringerung der Sozialleistungen auf ein notwendiges Mindestmaß
* ein einfaches Steuersystem mit niedrigen Steuertarifen
* Stabilitätspolitik, Vermeidung bzw. Abbau einer Staatsverschuldung
* Sicherung des Wettbewerbes, Abbau von Subventionen
* Privatisierung öffentlicher Unternehmen
* potenzialorientierte Geldpolitik (=Orientierung der Geldmengenentwicklung am Wirtschaftspotenzial)
* die Verringerung der Herstellkosten, insbesondere der Lohnnebenkosten
* die Verringerung der Sozialleistungen auf ein notwendiges Mindestmaß
* ein einfaches Steuersystem mit niedrigen Steuertarifen
* Stabilitätspolitik, Vermeidung bzw. Abbau einer Staatsverschuldung
* Sicherung des Wettbewerbes, Abbau von Subventionen
* Privatisierung öffentlicher Unternehmen
* potenzialorientierte Geldpolitik (=Orientierung der Geldmengenentwicklung am Wirtschaftspotenzial)
Wassollte die EZB tun ? - Mundell
Der Ölpreis ist zuletzt kräftig unter Druck geraten, und die Weltwirtschaft kühlt sich ab. Da dürfte sich der Auftrieb bei den Preisen bald wieder verlangsamen. Schauen Sie sich nur den Goldpreis an, der normalerweise steigt, wenn sich die Welt vor einer Inflation fürchtet. Zuletzt ist Gold aber wieder deutlich auf 800 Dollar gefallen.
WELT ONLINE: Dann übertreibt es die Europäische Zentralbank (EZB) also mit ihrem relativ strikten Stabilitätskurs?
Mundell: Ich möchte ausdrücklich nicht in die allgemeine Kritik einstimmen, die auch hier in Lindau zu hören war. Meines Erachtens haben die europäischen Währungshüter aber einen kapitalen Fehler begangen. Sie haben den Euro zu stark werden lassen im blinden Vertrauen darauf, Europa sei wirtschaftlich widerstandsfähig genug, um sich auch von einem Abschwung der amerikanischen Volkswirtschaft abzukoppeln. Diese Hoffnung hat sich nun als trügerisch erwiesen. Wie bereits in der letzten Rezession nach der Jahrtausendwende folgt die Alte Welt der US-Ökonomie mit einem Abstand von acht Monaten in den Abgrund.
WELT ONLINE: Also sind die Leitzinsen doch zu hoch, wie Ihre Nobel-Kollegen sagen.
Mundell: Das Problem sind nicht Leitzinsen, sondern dass die Europäer tatenlos zugeschaut haben, wie der Euro immer stärker wurde.
VIDEO
.
Aus WELT ONLINE: Was hätten sie denn tun sollen?
Mundell: Ganz klar: intervenieren, und das entschlossen und mit Ansage. Damit meine ich, dass man vorher einen Zielkurs definieren muss, den man im Zweifel auch bereit ist, zu verteidigen.
WELT ONLINE: Aber wäre das nicht geradezu eine Einladung für Händler, dagegen zu spekulieren?
Mundell: Grundsätzlich schon. Schließlich sind an den Devisenmärkten täglich zwei Billionen Dollar unterwegs. Interventionen in einem solchen Umfeld sind vergleichbar mit einem Feldzug. Und so, wie man nicht einen Krieg so hopplahopp über Nacht beginnt, weil man Truppen aufbauen und eine langfristige Strategie entwerfen muss, ist auch bei Eingriffen am Devisenmarkt ein Schlachtplan nötig. Die vorher festgelegte Zielmarke wird wie eine Sta
WELT ONLINE: Dann übertreibt es die Europäische Zentralbank (EZB) also mit ihrem relativ strikten Stabilitätskurs?
Mundell: Ich möchte ausdrücklich nicht in die allgemeine Kritik einstimmen, die auch hier in Lindau zu hören war. Meines Erachtens haben die europäischen Währungshüter aber einen kapitalen Fehler begangen. Sie haben den Euro zu stark werden lassen im blinden Vertrauen darauf, Europa sei wirtschaftlich widerstandsfähig genug, um sich auch von einem Abschwung der amerikanischen Volkswirtschaft abzukoppeln. Diese Hoffnung hat sich nun als trügerisch erwiesen. Wie bereits in der letzten Rezession nach der Jahrtausendwende folgt die Alte Welt der US-Ökonomie mit einem Abstand von acht Monaten in den Abgrund.
WELT ONLINE: Also sind die Leitzinsen doch zu hoch, wie Ihre Nobel-Kollegen sagen.
Mundell: Das Problem sind nicht Leitzinsen, sondern dass die Europäer tatenlos zugeschaut haben, wie der Euro immer stärker wurde.
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Aus WELT ONLINE: Was hätten sie denn tun sollen?
Mundell: Ganz klar: intervenieren, und das entschlossen und mit Ansage. Damit meine ich, dass man vorher einen Zielkurs definieren muss, den man im Zweifel auch bereit ist, zu verteidigen.
WELT ONLINE: Aber wäre das nicht geradezu eine Einladung für Händler, dagegen zu spekulieren?
Mundell: Grundsätzlich schon. Schließlich sind an den Devisenmärkten täglich zwei Billionen Dollar unterwegs. Interventionen in einem solchen Umfeld sind vergleichbar mit einem Feldzug. Und so, wie man nicht einen Krieg so hopplahopp über Nacht beginnt, weil man Truppen aufbauen und eine langfristige Strategie entwerfen muss, ist auch bei Eingriffen am Devisenmarkt ein Schlachtplan nötig. Die vorher festgelegte Zielmarke wird wie eine Sta
Freitag, 22. August 2008
Yunus - Stieglitz
Die Komplexität der Finanzwelt ist derzeit zu hoch", sagte er heute eindringlich zur Tagungseröffnung; er wurde nebenbei in den Ehrensenat der Stiftung Lindauer Nobelpreisträger am Bodensee aufgenommen. Die Finanzmärkte, ergänzte Nobelpreisträger Scholes, hätten sich in eine geradezu vertrackte Lage manövriert. "Über Jahrzehnte haben die Banker immer neue und buntere Produkte entwickelt, die ihre Gewinne schön in die Höhe trieben. Aber sie haben kein einziges Produkt auf den Markt gebracht, das Menschen helfen würde, in Krisen nicht unter der Last ihrer Finanzprobleme zusammenzubrechen", sagte Joseph Stiglitz, der im Jahr 2001 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet worden ist.
Sogar gegen den Widerstand der Finanzgemeinde Amerikas habe die ehemalige US-Regierung um Ex-Präsident Bill Clinton beispielsweise für die Einführung trickreicher Finanzangebote kämpfen müssen, deren Verzinsung sich nach der Inflationsrate richtet. In Phasen hoher Teuerungsraten, die derzeit nahezu in allen großen Volkswirtschaften herrschen, hätten Sparer so immerhin ein Mindestmaß an Sicherheit. Stiglitz zählte seinerzeit zu Clintons Wirtschaftsberatern. "Dieses ganze Bankensystem gehört reformiert", sagte Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus. "Das ganze westliche Bankensystem ist nur auf Profit ausgerichtet, und wenn sie mal kein Geld verdienen, soll dafür der Steuerzahler einspringen. Ich ahne: Da ist etwas faul", sagte Yunus.
Geradezu blind seien viele Banker in die aktuelle Krise geschlittert, warf Myron Scholes den Managern der Geldinstitute dann auch vor. "Viele müssen nicht nur lernen, ihre eigenen Risiken besser einzuschätzen, sondern auch zu wissen, was ihre Bankierskollegen zur gleichen Zeit unternehmen, um deren Kreditrisiken im Griff zu behalten." Das muss der Moment gewesen sein, als Nobelpreiskollege Stiglitz auflachte, wie einer, der den Glauben verloren hat.
Sogar gegen den Widerstand der Finanzgemeinde Amerikas habe die ehemalige US-Regierung um Ex-Präsident Bill Clinton beispielsweise für die Einführung trickreicher Finanzangebote kämpfen müssen, deren Verzinsung sich nach der Inflationsrate richtet. In Phasen hoher Teuerungsraten, die derzeit nahezu in allen großen Volkswirtschaften herrschen, hätten Sparer so immerhin ein Mindestmaß an Sicherheit. Stiglitz zählte seinerzeit zu Clintons Wirtschaftsberatern. "Dieses ganze Bankensystem gehört reformiert", sagte Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus. "Das ganze westliche Bankensystem ist nur auf Profit ausgerichtet, und wenn sie mal kein Geld verdienen, soll dafür der Steuerzahler einspringen. Ich ahne: Da ist etwas faul", sagte Yunus.
Geradezu blind seien viele Banker in die aktuelle Krise geschlittert, warf Myron Scholes den Managern der Geldinstitute dann auch vor. "Viele müssen nicht nur lernen, ihre eigenen Risiken besser einzuschätzen, sondern auch zu wissen, was ihre Bankierskollegen zur gleichen Zeit unternehmen, um deren Kreditrisiken im Griff zu behalten." Das muss der Moment gewesen sein, als Nobelpreiskollege Stiglitz auflachte, wie einer, der den Glauben verloren hat.
Sonntag, 10. August 2008
Rüstow : Unvereinbar
»Das Modell der Sozialen und Ökologischen Marktwirtschaft und das einer liberalen Marktwirtschaft sind wohl doch nicht zwei Varianten ein und derselben Grundidee, sondern zwei ganz unterschiedliche und miteinander unvereinbare Ansätze für ein Gesellschaftsmodell der Zukunft"
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