Montag, 29. September 2008
Vertrauen
Obwohl die Notenbanken die Banken mit billigem Geld versorgen, kehrt das Vertrauen nicht zurück. Das macht diese Krise so gefährlich. Geld und Kredit sind so etwas wie der Blutkreislauf der Volkswirtschaft, und Banken dienen als Pumpen. Das Vertrauen in Banken darf nicht verlorengehen, weil niemand weiß, wie man es wieder zurückgewinnt. Zu Recht ist kaum jemand davon begeistert, die Kreditinstitute auf Kosten der Allgemeinheit rauszuhauen. Doch was ist die andere Möglichkeit? Ein Sturm auf Banken sicher nicht.
Sonntag, 28. September 2008
Sind die DGB Forderungen klug?
Sommer kündigte Widerstand an. Die Gewerkschaften hielten in den aktuellen Tarifrunden an ihren Lohnforderungen fest. „Wer schlecht agierenden Managern Millionen hinterher schmeißt, darf den ehrlich arbeitenden Menschen ihren gerechten Anteil nicht vorenthalten“, sagte der DGB-Chef.
Bundeswirtschaftsminister Glos sagte der „Bild“-Zeitung: „Wir werden unsere Prognose für das nächste Jahr wohl deutlich nach unten korrigieren müssen.“ Steinbrück sagte dem Magazin „Spiegel“, der amerikanische Patient liege momentan „mit einer Lungenentzündung auf der Intensivstation“. Das bedeute, „dass auch wir hier in Europa zumindest eine schwere Erkältung bekommen können“. 2009 dürfte „deutlich schlechter werden als die bisher geschätzten 1,2 Prozent Wachstum“.
Steuerausfälle am Bankenplatz Frankfurt
Der hessische Ministerpräsident Koch erwartet, dass sein Land von der Finanzkrise durch Steuerausfälle am Bankenplatz Frankfurt besonders in Mitleidenschaft gezogen werde. „Natürlich wird die Bankenkrise uns besonders beschäftigen in den nächsten Wochen, weil wir diejenigen sein werden, bei denen das zuerst ankommt“, sagte Koch. Nahezu alle deutschen Banken hätten in Amerika Geld verloren. Über die Finanzwirtschaft hinaus befürchte er „Auswirkungen auf die Realwirtschaft“ wie den Maschinenbau und andere Branchen. Mit Prognosen sei er vorsichtig, doch sicher sei: „Unser wirtschaftliches Wachstum wird negativ beeinflusst werden durch die Krisen der letzten Wochen.“
Erwartet Entlassungen und “Lohndrückerei“: DGB-Chef Michael Sommer
Erwartet Entlassungen und "Lohndrückerei": DGB-Chef Michael Sommer
Die Frage der Globalisierung und ihrer Risiken, die sich in der Finanzkrise zeigten, werde auch im kommenden Bundestagswahlkampf eine Rolle spielen, sagte Koch als stellvertretender CDU-Vorsitzender. Dabei sei die Union stets der Meinung gewesen: „Wir dürfen die globalisierte Welt in der sozialen Marktwirtschaft nicht völlig regellos daherkommen lassen.“ Andererseits sollte die CDU die Bürger von den Chancen überzeugen, die sich aus der weltweiten wirtschaftlichen Verflechtung ergeben. „Die CDU taugt nicht als eine Partei des Angstmachens und des staatlichen Absicherns, sondern die CDU ist eine Partei, die Menschen Chancen verschafft“, sagte Koch.
Bundeswirtschaftsminister Glos sagte der „Bild“-Zeitung: „Wir werden unsere Prognose für das nächste Jahr wohl deutlich nach unten korrigieren müssen.“ Steinbrück sagte dem Magazin „Spiegel“, der amerikanische Patient liege momentan „mit einer Lungenentzündung auf der Intensivstation“. Das bedeute, „dass auch wir hier in Europa zumindest eine schwere Erkältung bekommen können“. 2009 dürfte „deutlich schlechter werden als die bisher geschätzten 1,2 Prozent Wachstum“.
Steuerausfälle am Bankenplatz Frankfurt
Der hessische Ministerpräsident Koch erwartet, dass sein Land von der Finanzkrise durch Steuerausfälle am Bankenplatz Frankfurt besonders in Mitleidenschaft gezogen werde. „Natürlich wird die Bankenkrise uns besonders beschäftigen in den nächsten Wochen, weil wir diejenigen sein werden, bei denen das zuerst ankommt“, sagte Koch. Nahezu alle deutschen Banken hätten in Amerika Geld verloren. Über die Finanzwirtschaft hinaus befürchte er „Auswirkungen auf die Realwirtschaft“ wie den Maschinenbau und andere Branchen. Mit Prognosen sei er vorsichtig, doch sicher sei: „Unser wirtschaftliches Wachstum wird negativ beeinflusst werden durch die Krisen der letzten Wochen.“
Erwartet Entlassungen und “Lohndrückerei“: DGB-Chef Michael Sommer
Erwartet Entlassungen und "Lohndrückerei": DGB-Chef Michael Sommer
Die Frage der Globalisierung und ihrer Risiken, die sich in der Finanzkrise zeigten, werde auch im kommenden Bundestagswahlkampf eine Rolle spielen, sagte Koch als stellvertretender CDU-Vorsitzender. Dabei sei die Union stets der Meinung gewesen: „Wir dürfen die globalisierte Welt in der sozialen Marktwirtschaft nicht völlig regellos daherkommen lassen.“ Andererseits sollte die CDU die Bürger von den Chancen überzeugen, die sich aus der weltweiten wirtschaftlichen Verflechtung ergeben. „Die CDU taugt nicht als eine Partei des Angstmachens und des staatlichen Absicherns, sondern die CDU ist eine Partei, die Menschen Chancen verschafft“, sagte Koch.
Verlust verstaatlicht, Gewinn privatisiert
8. September 2008 Nach tagelangem Ringen um das Rettungspaket für das amerikanische Finanzgewerbe ist der Durchbruch gelungen. Die amerikanische Regierung wird bis zu 700 Milliarden Dollar ausgeben, um Banken und andere Finanzmarktteilnehmer von der Last fauler Kredite und problematischer Wertpapiere zu befreien und einen Kollaps des Finanzsystems zu verhindern. Darauf haben sich die Regierung unter Führung von Finanzminister Henry Paulson und die beiden Parteien im Kongress, Demokraten und Republikaner, in Verhandlungen in der Nacht zum Sonntag verständigt.
Wie der Fernsehsender CNN berichtete, ist eine Abstimmung im Repräsentantenhaus erst am Montag geplant. Der Senat werde sein Votum über das Paket zum Aufkauf fauler Kredite von notleidenden Banken erst im Laufe der Woche fällen, hieß es. Das milliardenschwere Rettungspaket, eines der größten in der amerikanischen Geschichte, ist durch Zugeständnisse sowohl von der Regierung als auch von Demokraten und Republikanern im Kongress zustande gekommen. Die demokratische Mehrheit setzte sich mit ihrer Forderung durch, die 700 Milliarden Dollar nicht auf einen Schlag freizugeben.
Finanzwirtschaft soll an Kosten der Rettung beteiligt werden
Geplant ist nun, dem Finanzministerium zunächst 250 Milliarden Dollar zu bewilligen; weitere 100 Milliarden Dollar sollen aufgenommen werden, nachdem das Weiße Haus die Notwendigkeit eines Kaufs zusätzlicher Wertpapiere bescheinigt. Die andere Hälfte des Betrags, 350 Milliarden Dollar, stünde dem Finanzministerium erst nach einer Einspruchsfrist von 15 Tagen für den Kongress zur Verfügung. Die Regierung hat außerdem eingewilligt, als Gegenleistung für die Kapitalspritzen vorübergehend stimmrechtslose Aktien an den geretteten Banken zu übernehmen. So soll eine Beteiligung an möglichen künftigen Gewinnen gesichert werden - zum Nutzen der Steuerzahler.
Wie der Fernsehsender CNN berichtete, ist eine Abstimmung im Repräsentantenhaus erst am Montag geplant. Der Senat werde sein Votum über das Paket zum Aufkauf fauler Kredite von notleidenden Banken erst im Laufe der Woche fällen, hieß es. Das milliardenschwere Rettungspaket, eines der größten in der amerikanischen Geschichte, ist durch Zugeständnisse sowohl von der Regierung als auch von Demokraten und Republikanern im Kongress zustande gekommen. Die demokratische Mehrheit setzte sich mit ihrer Forderung durch, die 700 Milliarden Dollar nicht auf einen Schlag freizugeben.
Finanzwirtschaft soll an Kosten der Rettung beteiligt werden
Geplant ist nun, dem Finanzministerium zunächst 250 Milliarden Dollar zu bewilligen; weitere 100 Milliarden Dollar sollen aufgenommen werden, nachdem das Weiße Haus die Notwendigkeit eines Kaufs zusätzlicher Wertpapiere bescheinigt. Die andere Hälfte des Betrags, 350 Milliarden Dollar, stünde dem Finanzministerium erst nach einer Einspruchsfrist von 15 Tagen für den Kongress zur Verfügung. Die Regierung hat außerdem eingewilligt, als Gegenleistung für die Kapitalspritzen vorübergehend stimmrechtslose Aktien an den geretteten Banken zu übernehmen. So soll eine Beteiligung an möglichen künftigen Gewinnen gesichert werden - zum Nutzen der Steuerzahler.
Samstag, 27. September 2008
Lehman Brothers
eit Anfang 2007 hatte Einhorn eine konsequente Spekulationsstrategie verfolgt: Er wettete an der Börse gegen Lehman Brothers, überzeugt davon, dass die Investmentbank gegen alle offiziellen Jubelmeldungen hohe Verluste machte und in ihren Bilanzen versteckte. Das, prophezeite Einhorn, würde über kurz oder lang bekannt werden und die Aktie des Unternehmens abstürzen lassen.
Einhorn ging also „short“, wie es in der Brokersprache heißt. Er lieh sich Lehman-Papiere, verkaufte sie, legte das Geld beiseite und kaufte damit zu niedrigeren Kursen wieder ein. Er war nicht der Einzige, der diese Strategie verfolgte, aber einer der wenigen, der sich nicht scheute, sich öffentlich dazu zu bekennen.
Auch wenn er durchaus Bammel vor den Konsequenzen hatte: „Ein richtiger Kollaps von Lehman – das wäre nicht gut“, erklärte Einhorn vergangenen Juni in einem Interview. „Wir würden nichts gewinnen, wenn die Bank zusammenbricht und das ganze Finanzsystem mitnimmt.“
Aber genau so kam es. Die Nachricht der Lehman-Pleite löste eine Lawine von Hiobsbotschaften aus, die der Finanzwelt in der vergangenen Woche kaum eine Minute zum Durchatmen gönnten. Die Bilanz der fünf Tage liest sich verheerend: Von den fünf großen Investmentbanken der Wall Street, dem Herz des Finanzkapitalismus der USA, steht nur noch eine auf sicheren Beinen. Die größte US-amerikanische Versicherung, AIG, wurde vom Staat aufgekauft. Und die nächsten Kandidaten wackeln schon. Kein Wunder, dass die Börsen in aller Welt verrückt spielten. Der österreichische Leitindex ATX war davon nicht ausgenommen: Er fiel binnen einer Woche auf das Niveau des Jahres 2005, ehe er vergangenen Freitag wieder in die Höhe schnalzte (siehe Kasten Seite 52). Auch mehrere österreichische Banken und Versicherungen sind durch Geschäftsbeziehungen mit Lehman direkt vom Crash betroffen. Die seit Mitte des Vorjahrs schwelende Krise hat damit eine neue Dimension bekommen.
Wetten. Doch der Anschein, dass es nur Verlierer gibt, trügt. Der Fall Einhorn ist für diese Krise symptomatisch. Amerikanische Medien berichteten, dass in der vergangenen Woche gezielt Gerüchte über die Pleite weiterer Institute gestreut wurden, um auf fallende Kurse setzen zu können. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo kündigte deswegen umfassende Ermittlungen an, die amerikanische und die britische Börsenaufsicht verboten Ende der Woche zunächst befristet bis Anfang Oktober ungedeckte Leerverkäufe, mit denen Spekulanten auf fallende Kurse setzen.
Nicht nur Einhorn hat mit einer hoch angesetzten Wette gewonnen. Man vergisst leicht, dass viele Banken noch bis vor Kurzem aberwitzige Gewinne gemacht und deren Bosse ebenso abenteuerliche Boni einstreifen durften. Der Anteil der Gewinne der Finanzindustrie an der Wirtschaftsleistung der USA hat sich bis 2007 in nur fünf Jahren versechsfacht. Ihr Motor waren die Hypothekarkredite. „Die Banken haben den Leuten das Blaue vom Himmel herunter versprochen: Sie haben den Kunden glaubhaft gemacht, dass sie reich werden durch Nichtstun – einfach indem sie ein Haus kaufen. Und das würde dann einfach mir nichts, dir nichts mehr wert werden“, erklärte Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus jüngst in einem profil-Interview die Logik der Immobilienblase. Durch die Spekulation wurden die Häuser tatsächlich mehr wert – aber nur solange die Illusion aufrechterhalten werden konnte. Die Investoren, die rechtzeitig aussteigen konnten, haben sich eine goldene Nase verdient. Die einfachen Häuselbauer jedoch sitzen jetzt auf entwerteten Objekten, können ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen – und wer auch immer diese faulen Kredite in den Büchern stehen hat, steckt jetzt in der Klemme. Weil die Kredite als verschachtelte Pakete mehrmals weiterverkauft wurden, sind jetzt die Risiken über die ganze Welt verteilt (siehe Schaubild links). „Jetzt ist die Party vorbei, die Partygäste sind verkatert, manche müssen sogar auf die Intensivstation“, doziert der renommierte deutsche Wirtschaftsprofessor Peter Bofinger.
Die Intensivbehandlung sieht jedoch für jeden Patienten anders aus. Während die amerikanische Regierung der größten Versicherung des Landes, AIG, 85 Milliarden Dollar zuschoss und sich gleichzeitig 80 Prozent am Konzern sicherte, ließ sie bei der Investmentbank Lehman schnell durchblicken, dass es keinen politischen Willen zur Rettung gab. Stattdessen sollte das Schicksal der 158 Jahre alten Traditionsbank in einer eilig anberaumten Krisensitzung mit 30 geladenen Bankchefs geklärt werden. Die Bush-Administration hatte gehofft, dass die Mitbewerber schon aus schierem Eigeninteresse eine Lösung finden würden, weil sie alle durch Milliardengeschäfte mit der Investmentbank verbunden sind. Doch der Versuch scheiterte. Nur ein Teil des Geschäfts wird im Lauf der Woche von der britischen Bank Barclays übernommen.
Einhorn ging also „short“, wie es in der Brokersprache heißt. Er lieh sich Lehman-Papiere, verkaufte sie, legte das Geld beiseite und kaufte damit zu niedrigeren Kursen wieder ein. Er war nicht der Einzige, der diese Strategie verfolgte, aber einer der wenigen, der sich nicht scheute, sich öffentlich dazu zu bekennen.
Auch wenn er durchaus Bammel vor den Konsequenzen hatte: „Ein richtiger Kollaps von Lehman – das wäre nicht gut“, erklärte Einhorn vergangenen Juni in einem Interview. „Wir würden nichts gewinnen, wenn die Bank zusammenbricht und das ganze Finanzsystem mitnimmt.“
Aber genau so kam es. Die Nachricht der Lehman-Pleite löste eine Lawine von Hiobsbotschaften aus, die der Finanzwelt in der vergangenen Woche kaum eine Minute zum Durchatmen gönnten. Die Bilanz der fünf Tage liest sich verheerend: Von den fünf großen Investmentbanken der Wall Street, dem Herz des Finanzkapitalismus der USA, steht nur noch eine auf sicheren Beinen. Die größte US-amerikanische Versicherung, AIG, wurde vom Staat aufgekauft. Und die nächsten Kandidaten wackeln schon. Kein Wunder, dass die Börsen in aller Welt verrückt spielten. Der österreichische Leitindex ATX war davon nicht ausgenommen: Er fiel binnen einer Woche auf das Niveau des Jahres 2005, ehe er vergangenen Freitag wieder in die Höhe schnalzte (siehe Kasten Seite 52). Auch mehrere österreichische Banken und Versicherungen sind durch Geschäftsbeziehungen mit Lehman direkt vom Crash betroffen. Die seit Mitte des Vorjahrs schwelende Krise hat damit eine neue Dimension bekommen.
Wetten. Doch der Anschein, dass es nur Verlierer gibt, trügt. Der Fall Einhorn ist für diese Krise symptomatisch. Amerikanische Medien berichteten, dass in der vergangenen Woche gezielt Gerüchte über die Pleite weiterer Institute gestreut wurden, um auf fallende Kurse setzen zu können. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo kündigte deswegen umfassende Ermittlungen an, die amerikanische und die britische Börsenaufsicht verboten Ende der Woche zunächst befristet bis Anfang Oktober ungedeckte Leerverkäufe, mit denen Spekulanten auf fallende Kurse setzen.
Nicht nur Einhorn hat mit einer hoch angesetzten Wette gewonnen. Man vergisst leicht, dass viele Banken noch bis vor Kurzem aberwitzige Gewinne gemacht und deren Bosse ebenso abenteuerliche Boni einstreifen durften. Der Anteil der Gewinne der Finanzindustrie an der Wirtschaftsleistung der USA hat sich bis 2007 in nur fünf Jahren versechsfacht. Ihr Motor waren die Hypothekarkredite. „Die Banken haben den Leuten das Blaue vom Himmel herunter versprochen: Sie haben den Kunden glaubhaft gemacht, dass sie reich werden durch Nichtstun – einfach indem sie ein Haus kaufen. Und das würde dann einfach mir nichts, dir nichts mehr wert werden“, erklärte Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus jüngst in einem profil-Interview die Logik der Immobilienblase. Durch die Spekulation wurden die Häuser tatsächlich mehr wert – aber nur solange die Illusion aufrechterhalten werden konnte. Die Investoren, die rechtzeitig aussteigen konnten, haben sich eine goldene Nase verdient. Die einfachen Häuselbauer jedoch sitzen jetzt auf entwerteten Objekten, können ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen – und wer auch immer diese faulen Kredite in den Büchern stehen hat, steckt jetzt in der Klemme. Weil die Kredite als verschachtelte Pakete mehrmals weiterverkauft wurden, sind jetzt die Risiken über die ganze Welt verteilt (siehe Schaubild links). „Jetzt ist die Party vorbei, die Partygäste sind verkatert, manche müssen sogar auf die Intensivstation“, doziert der renommierte deutsche Wirtschaftsprofessor Peter Bofinger.
Die Intensivbehandlung sieht jedoch für jeden Patienten anders aus. Während die amerikanische Regierung der größten Versicherung des Landes, AIG, 85 Milliarden Dollar zuschoss und sich gleichzeitig 80 Prozent am Konzern sicherte, ließ sie bei der Investmentbank Lehman schnell durchblicken, dass es keinen politischen Willen zur Rettung gab. Stattdessen sollte das Schicksal der 158 Jahre alten Traditionsbank in einer eilig anberaumten Krisensitzung mit 30 geladenen Bankchefs geklärt werden. Die Bush-Administration hatte gehofft, dass die Mitbewerber schon aus schierem Eigeninteresse eine Lösung finden würden, weil sie alle durch Milliardengeschäfte mit der Investmentbank verbunden sind. Doch der Versuch scheiterte. Nur ein Teil des Geschäfts wird im Lauf der Woche von der britischen Bank Barclays übernommen.
Freitag, 26. September 2008
Sabbatsdenkimpuls
Wohl dem Mann, der den Herrn fürchtet und ehrt VIII. Ton
und sich herzlich freut an seinen Geboten.
Seine Nachkommen werden mächtig im Land,
das Geschlecht der Redlichen wird gesegnet.
Wohlstand und Reichtum füllen sein Haus,
sein Heil hat Bestand für immer.
Den Redlichen erstrahlt im Finstern ein Licht:
der Gnädige, Barmherzige und Gerechte.
Wohl dem Mann, der gütig und zum Helfen bereit ist,
der das Seine ordnet, wie es recht ist.
Niemals gerät er ins Wanken;
ewig denkt man an den Gerechten.
Er fürchtet sich nicht vor Verleumdung;
sein Herz ist fest, er vertraut auf den Herrn.
Reichlich gibt er den Armen,
sein Heil hat Bestand für immer;
er ist mächtig und hoch geehrt
und sich herzlich freut an seinen Geboten.
Seine Nachkommen werden mächtig im Land,
das Geschlecht der Redlichen wird gesegnet.
Wohlstand und Reichtum füllen sein Haus,
sein Heil hat Bestand für immer.
Den Redlichen erstrahlt im Finstern ein Licht:
der Gnädige, Barmherzige und Gerechte.
Wohl dem Mann, der gütig und zum Helfen bereit ist,
der das Seine ordnet, wie es recht ist.
Niemals gerät er ins Wanken;
ewig denkt man an den Gerechten.
Er fürchtet sich nicht vor Verleumdung;
sein Herz ist fest, er vertraut auf den Herrn.
Reichlich gibt er den Armen,
sein Heil hat Bestand für immer;
er ist mächtig und hoch geehrt
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Mittwoch, 24. September 2008
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