Samstag, 23. August 2008

Angebotspolitik versus Kenysianismus _Mundell

* Bürokratieabbau und Deregulierung
* die Verringerung der Herstellkosten, insbesondere der Lohnnebenkosten
* die Verringerung der Sozialleistungen auf ein notwendiges Mindestmaß
* ein einfaches Steuersystem mit niedrigen Steuertarifen
* Stabilitätspolitik, Vermeidung bzw. Abbau einer Staatsverschuldung
* Sicherung des Wettbewerbes, Abbau von Subventionen
* Privatisierung öffentlicher Unternehmen
* potenzialorientierte Geldpolitik (=Orientierung der Geldmengenentwicklung am Wirtschaftspotenzial)

Wassollte die EZB tun ? - Mundell

Der Ölpreis ist zuletzt kräftig unter Druck geraten, und die Weltwirtschaft kühlt sich ab. Da dürfte sich der Auftrieb bei den Preisen bald wieder verlangsamen. Schauen Sie sich nur den Goldpreis an, der normalerweise steigt, wenn sich die Welt vor einer Inflation fürchtet. Zuletzt ist Gold aber wieder deutlich auf 800 Dollar gefallen.
WELT ONLINE: Dann übertreibt es die Europäische Zentralbank (EZB) also mit ihrem relativ strikten Stabilitätskurs?
Mundell: Ich möchte ausdrücklich nicht in die allgemeine Kritik einstimmen, die auch hier in Lindau zu hören war. Meines Erachtens haben die europäischen Währungshüter aber einen kapitalen Fehler begangen. Sie haben den Euro zu stark werden lassen im blinden Vertrauen darauf, Europa sei wirtschaftlich widerstandsfähig genug, um sich auch von einem Abschwung der amerikanischen Volkswirtschaft abzukoppeln. Diese Hoffnung hat sich nun als trügerisch erwiesen. Wie bereits in der letzten Rezession nach der Jahrtausendwende folgt die Alte Welt der US-Ökonomie mit einem Abstand von acht Monaten in den Abgrund.
WELT ONLINE: Also sind die Leitzinsen doch zu hoch, wie Ihre Nobel-Kollegen sagen.
Mundell: Das Problem sind nicht Leitzinsen, sondern dass die Europäer tatenlos zugeschaut haben, wie der Euro immer stärker wurde.
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Aus WELT ONLINE: Was hätten sie denn tun sollen?

Mundell: Ganz klar: intervenieren, und das entschlossen und mit Ansage. Damit meine ich, dass man vorher einen Zielkurs definieren muss, den man im Zweifel auch bereit ist, zu verteidigen.

WELT ONLINE: Aber wäre das nicht geradezu eine Einladung für Händler, dagegen zu spekulieren?

Mundell: Grundsätzlich schon. Schließlich sind an den Devisenmärkten täglich zwei Billionen Dollar unterwegs. Interventionen in einem solchen Umfeld sind vergleichbar mit einem Feldzug. Und so, wie man nicht einen Krieg so hopplahopp über Nacht beginnt, weil man Truppen aufbauen und eine langfristige Strategie entwerfen muss, ist auch bei Eingriffen am Devisenmarkt ein Schlachtplan nötig. Die vorher festgelegte Zielmarke wird wie eine Sta

Freitag, 22. August 2008

Yunus - Stieglitz

Die Komplexität der Finanzwelt ist derzeit zu hoch", sagte er heute eindringlich zur Tagungseröffnung; er wurde nebenbei in den Ehrensenat der Stiftung Lindauer Nobelpreisträger am Bodensee aufgenommen. Die Finanzmärkte, ergänzte Nobelpreisträger Scholes, hätten sich in eine geradezu vertrackte Lage manövriert. "Über Jahrzehnte haben die Banker immer neue und buntere Produkte entwickelt, die ihre Gewinne schön in die Höhe trieben. Aber sie haben kein einziges Produkt auf den Markt gebracht, das Menschen helfen würde, in Krisen nicht unter der Last ihrer Finanzprobleme zusammenzubrechen", sagte Joseph Stiglitz, der im Jahr 2001 mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet worden ist.

Sogar gegen den Widerstand der Finanzgemeinde Amerikas habe die ehemalige US-Regierung um Ex-Präsident Bill Clinton beispielsweise für die Einführung trickreicher Finanzangebote kämpfen müssen, deren Verzinsung sich nach der Inflationsrate richtet. In Phasen hoher Teuerungsraten, die derzeit nahezu in allen großen Volkswirtschaften herrschen, hätten Sparer so immerhin ein Mindestmaß an Sicherheit. Stiglitz zählte seinerzeit zu Clintons Wirtschaftsberatern. "Dieses ganze Bankensystem gehört reformiert", sagte Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus. "Das ganze westliche Bankensystem ist nur auf Profit ausgerichtet, und wenn sie mal kein Geld verdienen, soll dafür der Steuerzahler einspringen. Ich ahne: Da ist etwas faul", sagte Yunus.

Geradezu blind seien viele Banker in die aktuelle Krise geschlittert, warf Myron Scholes den Managern der Geldinstitute dann auch vor. "Viele müssen nicht nur lernen, ihre eigenen Risiken besser einzuschätzen, sondern auch zu wissen, was ihre Bankierskollegen zur gleichen Zeit unternehmen, um deren Kreditrisiken im Griff zu behalten." Das muss der Moment gewesen sein, als Nobelpreiskollege Stiglitz auflachte, wie einer, der den Glauben verloren hat.

Sonntag, 10. August 2008

Rüstow : Unvereinbar

»Das Modell der Sozialen und Ökologischen Marktwirtschaft und das einer liberalen Marktwirtschaft sind wohl doch nicht zwei Varianten ein und derselben Grundidee, sondern zwei ganz unterschiedliche und miteinander unvereinbare Ansätze für ein Gesellschaftsmodell der Zukunft"

Montag, 14. April 2008

Gloria mundi

http://www.gloriamundi.org/

Ideenfundgrube für die KMB

http://www.menschlichhandeln.at/index.php?id=9&tx_socusers_pi1[id]=188

Sonntag, 13. April 2008

Summary "Die PASTORIS BONI" MMVIII

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