Nach dem rasanten Anstieg seit März, den AKTIEN-MONITOR-Leser wieder einmal komplett und voll investiert mitgemacht haben, könnten wir Ende dieses Jahres, wahrscheinlich aber eher Ende Januar ein vorläufiges Zwischenhoch erreichen. Bezogen auf den DAX könnte dies im Bereich um 6.500 Punkte liegen. Der Dow Jones könnte die Spanne 11.000 bis 11.500 Zähler erreichen. Im Anschluss daran rechne ich mit einer weiteren Zwischenkorrektur, die durchaus auch ein Ausmaß von 10 bis 15% erreichen kann. Rechnen Sie also damit, dass wir dann noch einmal einen DAX um 5.200 bis 5.400 Punkte (plus/minus 200 Punkte) sehen werden. Wir werden Sie in AKTIEN-MONITOR gerade auch in den wöchentlichen Strategiepapieren hier möglichst optimal begleiten. Kurzfristig können Sie also noch auf steigende Kurse spekulieren. Die gilt es aber in einigen Wochen wieder glatt zu stellen. Echte neue Investments stehen nämlich wohl erst Ende Januar, Anfang! Februar an.
In was können Sie jetzt kurzfristig noch investieren?
In unserer Starter-Broschüre habe ich Ihnen drei aussichtsreiche Basiswerte sowie dazu passende Hebelpapiere herausgepickt. Gerade Yingli hat sich seither bereits prächtig entwickelt. Wer jetzt schon langfristig investieren möchte, dem lege ich in erster Linie die Versorger E.ON und RWE ans Herz sowie (bitte lachen Sie nicht!) die Aktie der Deutschen Telekom. Diese Werte glänzen mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 6% und sollten vor allem im kommenden Frühjahr stark nachgefragt sein. Spekulative Anleger können zudem auf ein Comeback der Solar-Aktie SolarWorld setzen. Natürlich gilt es darüber hinaus auf die aktuellen Empfehlungen unserer Strategiepapiere und unserer Printausgaben zu achten.
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Gold Strategies
Der US-Dollar und sein Spiel mit den Rohstoffen
Der US-Dollar ist die Leitwährung der Welt noch zumindest. Woher kommt diese Vormachtstellung der amerikanischen Währung? Zweifellos geht diese auf den Goldstandard zurück ein Währungssystem, das bis Anfang der 70er Jahre bestand hatte. Dieses Währungssystem (auch als Bretton-Woods-System bekannt) sah vor, dass Währungsreserven einzelner Mitgliedsstaaten in US-Dollar zu einem festen Betrag in Gold getauscht werden konnten. Damals zu einem, heute kaum vorstellbaren, Preis von 35 US-Dollar je Feinunze. Darauf aufbauend war jede Währung der Mitglieder des Währungssystems mit einem fixen Wechselkurs an den US-Dollar gebunden. Dieses System hatte die Absicht, Stabilität zwischen den einzelnen Währungen zu schaffen, da sich so jede der beteiligten Währungen direkt auf einen Gegenwert an Gold beziehen konnte. Jedoch zerbrach dieses Währungssystem infolge einer steigenden US-Staatsverschuldung Anfang der siebziger Jahre und man kehrte zurück zu einem System der freien Wechselkurse. Was geblieben ist, ist der US-Dollar als Leitwährung der Welt nicht zuletzt wegen des Vertrauens der Marktteilnehmer in die Stabilität der US-amerikanischen Wirtschaft. Die damals größte Volkswirtschaft der Welt wurde als so vertrauenswürdig angesehen, dass die meisten Transaktionen der Weltwirtschaft weiterhin in US-Dollar getätigt wurden. Jedoch hat sich die Weltwirtschaft im Laufe der letzten Jahre verändert und mit ihr auch die Einstellung der Marktteilnehmer. Zum einen gelten heutzutage andere Gesetzmäßigkeiten, wenn es um die Betrachtung der Wechselkurse geht, andererseits könnte das Vertrauen in einen starken US-Dollar durch die derzeitige Wirtschaftskrise erschüttert sein. Aktuelle ökonomische Theorien definieren Wechselkurse vor allem als Ausgleich zwischen den einzelnen Zinssätzen der Volkswirtschaften. Mehr noch als den Ausgleich zwischen zukünftig erwarteten Zinssätzen einer Volkswirtschaft. Über diesen Zins entscheiden die Zentralbanken des jeweiligen Landes hinsichtlich unterschiedlicher Kriterien. Für die amerikanische Zentralbank könnte hierbei vor allem eine schnelle Erholung der Wirtschaft im Vordergrund stehen. Niedrige Zinsen haben generell zur Folge, dass sich Sparen für die Wirtschaftsteilnehmer nicht lohnt und diese beginnen Geld auszugeben. Dies wiederum könnte zu einem steigenden Wirtschaftswachstum führen in Krisenzeiten in Kombination mit dem Bereitstellen neuen Geldes ein beliebtes wirtschaftspolitisches Instrument. Der Nachteil besteht jedoch in einer drohenden Inflation. Eben hier könnten sich die europäischen Zantralbanker von ihren amerikanischen Kollegen unterscheiden. Das erklärte Hauptziel der EZB ist die Vermeidung von Inflation, weshalb davon ausgegangen werden könnte, dass diese wesentlich früher die Zinsen erhöhen wird. Dies spiegelt sich in der aktuellen Entwicklung des US-Dollar/Euro Wechselkurses wider. Die erwarteten höheren Zinsen der europäischen Gemeinschaftswährung machen den Euro als Anlagewährung attraktiver. Mehr noch - Inflation bedeutet auch immer Kaufkraftverlust. Sollte die Inflation, durch die oben genannten Gründe, den US-Dollar stark treffen, würde die Kaufkraft der Marktteilnehmer verloren gehen. Dieser drohende Verlust wird die Marktteilnehmer dazu veranlassen, ihr Vermögen aus dem US-Dollar in alternative Anlagen zu verschieben. Traditionell kann dies ein sicherer Hafen wie das Gold sein jedoch bedienen sich die Marktteilnehmer auch anderer Strategien. Die Rede ist von sogenannten Carry Trades. Diese Strategie verfolgt die Absicht, durch das Ausnutzen von Zinsdifferenzen zwischen einzelnen Währungen Gewinne zu erzielen. Die Vorgehensweise ist dabei relativ einfach: Ein Investor verschuldet sich in einer Währung mit niedrigem Zinssatz und legt das Geld in einem Land mit einem höheren Zinssatz an. Die Differenz zwischen den niedrigen Soll- und den höheren Haben-Zinsen stellt dann den Gewinn dar. Da diese Differenz meist sehr klein ist, sind solche Investments nur lohnenswert, wenn sie in einem großen Umfang getätigt werden. Mit einem maximalen Leitzins von 0,25 Prozent gehören die Leitzinsen der USA zu den weltweit niedrigsten. Diese Carry Trades erhöhen erfahrungsgemäß den Druck auf den Wechselkurs einer Währung. So entsteht auf den Weltwährungsmärkten ein bedeutendes Überangebot an US-Dollar, da dieser gegen jene Währungen getauscht wird, die höhere Zinseinkommen erwarten lassen. Ein Blick in die Charts unterstützt diese Weltanschauung. Der Dollar erfährt seit Anfang des Jahres eine kontinuierliche Abwertung. Stand der US-Dollar vor gut einem Jahr (01.12.2008) noch bei ca. 1,27 US-Dollar/Euro, sind aktuell ca. 1,50 US-Dollar für einen Euro zu bezahlen. Die Differenz scheint gering 23 Cent jedoch gewinnen diese sehr stark an Bedeutung, wenn man den Markt für Rohstoffe betrachtet. Kostete Anfang des Jahres eine Feinunze Gold noch 689,76 Euro, sind es derzeit 778,20 Euro. Es wird deutlich, dass Gold in Euro gerechnet weniger Teuerung aufweist, als dies in US-Dollar der Fall ist
Der US-Dollar ist die Leitwährung der Welt noch zumindest. Woher kommt diese Vormachtstellung der amerikanischen Währung? Zweifellos geht diese auf den Goldstandard zurück ein Währungssystem, das bis Anfang der 70er Jahre bestand hatte. Dieses Währungssystem (auch als Bretton-Woods-System bekannt) sah vor, dass Währungsreserven einzelner Mitgliedsstaaten in US-Dollar zu einem festen Betrag in Gold getauscht werden konnten. Damals zu einem, heute kaum vorstellbaren, Preis von 35 US-Dollar je Feinunze. Darauf aufbauend war jede Währung der Mitglieder des Währungssystems mit einem fixen Wechselkurs an den US-Dollar gebunden. Dieses System hatte die Absicht, Stabilität zwischen den einzelnen Währungen zu schaffen, da sich so jede der beteiligten Währungen direkt auf einen Gegenwert an Gold beziehen konnte. Jedoch zerbrach dieses Währungssystem infolge einer steigenden US-Staatsverschuldung Anfang der siebziger Jahre und man kehrte zurück zu einem System der freien Wechselkurse. Was geblieben ist, ist der US-Dollar als Leitwährung der Welt nicht zuletzt wegen des Vertrauens der Marktteilnehmer in die Stabilität der US-amerikanischen Wirtschaft. Die damals größte Volkswirtschaft der Welt wurde als so vertrauenswürdig angesehen, dass die meisten Transaktionen der Weltwirtschaft weiterhin in US-Dollar getätigt wurden. Jedoch hat sich die Weltwirtschaft im Laufe der letzten Jahre verändert und mit ihr auch die Einstellung der Marktteilnehmer. Zum einen gelten heutzutage andere Gesetzmäßigkeiten, wenn es um die Betrachtung der Wechselkurse geht, andererseits könnte das Vertrauen in einen starken US-Dollar durch die derzeitige Wirtschaftskrise erschüttert sein. Aktuelle ökonomische Theorien definieren Wechselkurse vor allem als Ausgleich zwischen den einzelnen Zinssätzen der Volkswirtschaften. Mehr noch als den Ausgleich zwischen zukünftig erwarteten Zinssätzen einer Volkswirtschaft. Über diesen Zins entscheiden die Zentralbanken des jeweiligen Landes hinsichtlich unterschiedlicher Kriterien. Für die amerikanische Zentralbank könnte hierbei vor allem eine schnelle Erholung der Wirtschaft im Vordergrund stehen. Niedrige Zinsen haben generell zur Folge, dass sich Sparen für die Wirtschaftsteilnehmer nicht lohnt und diese beginnen Geld auszugeben. Dies wiederum könnte zu einem steigenden Wirtschaftswachstum führen in Krisenzeiten in Kombination mit dem Bereitstellen neuen Geldes ein beliebtes wirtschaftspolitisches Instrument. Der Nachteil besteht jedoch in einer drohenden Inflation. Eben hier könnten sich die europäischen Zantralbanker von ihren amerikanischen Kollegen unterscheiden. Das erklärte Hauptziel der EZB ist die Vermeidung von Inflation, weshalb davon ausgegangen werden könnte, dass diese wesentlich früher die Zinsen erhöhen wird. Dies spiegelt sich in der aktuellen Entwicklung des US-Dollar/Euro Wechselkurses wider. Die erwarteten höheren Zinsen der europäischen Gemeinschaftswährung machen den Euro als Anlagewährung attraktiver. Mehr noch - Inflation bedeutet auch immer Kaufkraftverlust. Sollte die Inflation, durch die oben genannten Gründe, den US-Dollar stark treffen, würde die Kaufkraft der Marktteilnehmer verloren gehen. Dieser drohende Verlust wird die Marktteilnehmer dazu veranlassen, ihr Vermögen aus dem US-Dollar in alternative Anlagen zu verschieben. Traditionell kann dies ein sicherer Hafen wie das Gold sein jedoch bedienen sich die Marktteilnehmer auch anderer Strategien. Die Rede ist von sogenannten Carry Trades. Diese Strategie verfolgt die Absicht, durch das Ausnutzen von Zinsdifferenzen zwischen einzelnen Währungen Gewinne zu erzielen. Die Vorgehensweise ist dabei relativ einfach: Ein Investor verschuldet sich in einer Währung mit niedrigem Zinssatz und legt das Geld in einem Land mit einem höheren Zinssatz an. Die Differenz zwischen den niedrigen Soll- und den höheren Haben-Zinsen stellt dann den Gewinn dar. Da diese Differenz meist sehr klein ist, sind solche Investments nur lohnenswert, wenn sie in einem großen Umfang getätigt werden. Mit einem maximalen Leitzins von 0,25 Prozent gehören die Leitzinsen der USA zu den weltweit niedrigsten. Diese Carry Trades erhöhen erfahrungsgemäß den Druck auf den Wechselkurs einer Währung. So entsteht auf den Weltwährungsmärkten ein bedeutendes Überangebot an US-Dollar, da dieser gegen jene Währungen getauscht wird, die höhere Zinseinkommen erwarten lassen. Ein Blick in die Charts unterstützt diese Weltanschauung. Der Dollar erfährt seit Anfang des Jahres eine kontinuierliche Abwertung. Stand der US-Dollar vor gut einem Jahr (01.12.2008) noch bei ca. 1,27 US-Dollar/Euro, sind aktuell ca. 1,50 US-Dollar für einen Euro zu bezahlen. Die Differenz scheint gering 23 Cent jedoch gewinnen diese sehr stark an Bedeutung, wenn man den Markt für Rohstoffe betrachtet. Kostete Anfang des Jahres eine Feinunze Gold noch 689,76 Euro, sind es derzeit 778,20 Euro. Es wird deutlich, dass Gold in Euro gerechnet weniger Teuerung aufweist, als dies in US-Dollar der Fall ist
Mittwoch, 18. November 2009
Chances/Risks for Currency Carry Trades
Als Currency Carry Trade (auch CCT) bezeichnet man eine Anlagestrategie auf dem Devisenmarkt. Dabei nimmt der Investor in einer Währung einen Kredit mit vergleichsweise niedrigen Zinsen auf. Das so aufgenommene Geld investiert er gleichzeitig in einer Währung mit vergleichsweise hohen Zinsen. Es handelt sich hier nicht um risikoarme Arbitrage. Der Investor trägt sowohl das Wechselkursrisiko als auch das Zinsänderungsrisiko.
Die Rendite der Currency Carry Trades setzt sich entsprechend aus zwei Komponenten zusammen: zum einen die Differenz zwischen Haben- und Sollzins, zum anderen der Ertrag/Verlust aus der Wechselkursentwicklung.
Die Rendite der Currency Carry Trades setzt sich entsprechend aus zwei Komponenten zusammen: zum einen die Differenz zwischen Haben- und Sollzins, zum anderen der Ertrag/Verlust aus der Wechselkursentwicklung.
Carry Trades
Carry Trades sind schwer zu messen, und Experten sind sich uneins, in welchem Ausmaß Geldströme davon motiviert werden. Nouriel Roubini, Professor an der New York University, warnte Anfang dieses Monats davor, dass die Niedrigzinspolitik der Fed eine „Monsterblase“ erschaffen werde, da sie die Vermögenspreise mit einer Flut billigen Geldes in Höhen hebe, die nicht aufrecht zu erhalten seien.
Nach Untersuchung von Daten zu Handels- und Geldströmen gelangt UBS-Volkswirt Larry Hatheway zu dem Schluss, dass Carry Trades keinen zentralen Auslöser darstellen. „Die Kurszuwächse sind in erster Linie ein Spiegelbild der sich verbessernden Fundamentaldaten, wozu die sich abzeichnende weltweite Konjunkturerholung, die Stärke der Schwellenländer und wieder ansteigende Unternehmensgewinne zählen“, schrieb er am 12. November. Er ergänzt jedoch: „Es ist zugegebenermaßen sehr schwer, schuldengetriebene Vermögenspreisblasen in Echtzeit zu erkennen.“
Ein positives Zeichen?
Andere Marktbeobachter sehen in Carry Trades dagegen einen möglichen Haupttreiber der täglichen Marktbewegungen. „Der Einfluss der Carry Trades ist enorm“, sagt Marc Chandler, Chefwährungsstratege von Brown Brothers Harriman.
In gewisser Hinsicht könnte die Diskussion über Carry Trades sogar ein positives Zeichen für die Weltwirtschaft sein. Carry Trades seien ein riskantes Geschäft, und Risikobereitschaft gelte häufig als „Merkmal gesunder Märkte“, sagt Bill Larkin, Rentenportfoliomanager bei Cabot Money Management.
Mit niedrigen Zinsen sollen die wirtschaftliche Aktivität und Investitionstätigkeit angekurbelt werden. Gemessen an den haussierenden Aktien- und Rohstoffmärkten scheint diese Strategie aufzugehen. „Billiges Geld bahnt sich seinen Weg auf den Aktienmarkt“, sagt Peter Cardillo, Chefvolkswirt bei Avalon Partners.
Carry Trades können mit einem großen Schock enden
Die große Sorge ist, dass die derzeitige Praxis nicht nachhaltig ist. „Am Ende der Carry Trades steht immer deren Auflösung“, warnt Chandler. Da man Geld zu niedrigen Zinsen leiht und höher verzinslich anlegt, lässt sich mit diesen Geschäften nur Geld verdienen, solange die zugrunde liegenden Trends gleich bleiben. Steigen Zinsen oder Wechselkurse, „können sich viele Menschen die Finger verbrennen“, sagt er.
„Das plötzliche Ende der Carry Trades kann eine große Schockwelle auf den Finanzmärkten auslösen“, sagt Gambera. „Destabilisierungspotential ist immer vorhanden“, fügt er an.
Carry Trades seien ihrerseits ein Zeichen von Instabilität. Letztlich „müssen wir diese Extreme beenden und zu einer normalen Politik zurückkehren“, sagt Larkin. Stiegen die Zinsen jedoch zu schnell, bestehe die Gefahr eines Rückfalls in die Rezession.
Politische Entscheider wie Bernanke stehen vor einem schwierigen Balanceakt. Der Fed-Präsident spricht beständig davon, dass der Leitzins noch „für längere Zeit auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau“ belassen werde, zuletzt in seiner Rede am 16. November. Um den Dollar nicht zu stark unter Druck zu setzen, fügte er jedoch in derselben Rede an, dass die Fed „dazu beitragen werde, dass der Dollar stark und eine Quelle globaler Finanzstabilität bleibt.“
Ähnlich müssen auch Regierungsvertreter argumentieren. Präsident Obama und Finanzminister Geithner versuchen auf der einen Seite, die Konjunktur anzukurbeln und die Finanzkrise einzudämmen, während sie auf der anderen Seite eine Verringerung des massiven Haushaltsdefizits versprechen. „Der Übergang muss allmählich verlaufen und darf nicht schlagartig erfolgen“, sagt Larkin.
Das Risiko einer Dollarkrise
Da Bernanke nicht müde wird, seine Unterstützung niedriger Zinsen zu betonen, könnten Carry Trades noch längere Zeit lukrativ bleiben. Bei der Verfolgung dieser Strategie gibt es jedoch zwei gewichtige Risiken.
Erstens könnte der Dollar durch eine ausgeprägte Krise oder eine internationale Notsituation in die Höhe getrieben werden. Als Lehman Brothers vor einem Jahr Insolvenz anmeldete, stieg der Dollarkurs sprunghaft, als Anleger scharenweise Zuflucht in der liquidesten Währung der Welt suchten.
Einige warnen zwar davor, dass der Dollar seinen Sonderstatus verlieren könnte, es gibt jedoch derzeit nur wenig Alternativen. Trotz seines Wertverfalls „steht der Dollar als sicherer Hafen außer Frage“, sagt Reena Aggarwal, Finanzprofessorin an der Georgetown University.
Das zweite Risiko besteht darin, dass die amerikanische Wirtschaft die Rezession schnell hinter sich lassen könnte, woraufhin Bernanke zu einer Abkehr von der Niedrigzinspolitik gezwungen wäre. Marktteilnehmer durchleuchten die Konjunkturdaten fortlaufend nach Anzeichen einer solchen Entwicklung. Das Niedrigzinsniveau in Japan sorgte jahrelang für florierende Zinsdifferenzgeschäfte, bis Ende 2008 im Zuge der Finanzkrise ihr abruptes Ende kam.
Niemand kann mit Sicherheit sagen, ob das Phänomen der Carry Trades mit dem Dollar Monate oder noch Jahre anhalten wird. Die Märkte sind bekanntermaßen unberechenbar, insbesondere in Zeiten des wirtschaftlichen Wandels. Vieles hängt davon ab, ob die in diesem Jahr eingetretene rasante Aufwärtsbewegung der Aktienkurse und anderer Vermögenswerte durch Daten aus der Realwirtschaft untermauert werden kann. Andernfalls könnte die Diskussion über eine neuerliche Blase auf den Finanzmärkten gerechtfertigt sein.
Nach Untersuchung von Daten zu Handels- und Geldströmen gelangt UBS-Volkswirt Larry Hatheway zu dem Schluss, dass Carry Trades keinen zentralen Auslöser darstellen. „Die Kurszuwächse sind in erster Linie ein Spiegelbild der sich verbessernden Fundamentaldaten, wozu die sich abzeichnende weltweite Konjunkturerholung, die Stärke der Schwellenländer und wieder ansteigende Unternehmensgewinne zählen“, schrieb er am 12. November. Er ergänzt jedoch: „Es ist zugegebenermaßen sehr schwer, schuldengetriebene Vermögenspreisblasen in Echtzeit zu erkennen.“
Ein positives Zeichen?
Andere Marktbeobachter sehen in Carry Trades dagegen einen möglichen Haupttreiber der täglichen Marktbewegungen. „Der Einfluss der Carry Trades ist enorm“, sagt Marc Chandler, Chefwährungsstratege von Brown Brothers Harriman.
In gewisser Hinsicht könnte die Diskussion über Carry Trades sogar ein positives Zeichen für die Weltwirtschaft sein. Carry Trades seien ein riskantes Geschäft, und Risikobereitschaft gelte häufig als „Merkmal gesunder Märkte“, sagt Bill Larkin, Rentenportfoliomanager bei Cabot Money Management.
Mit niedrigen Zinsen sollen die wirtschaftliche Aktivität und Investitionstätigkeit angekurbelt werden. Gemessen an den haussierenden Aktien- und Rohstoffmärkten scheint diese Strategie aufzugehen. „Billiges Geld bahnt sich seinen Weg auf den Aktienmarkt“, sagt Peter Cardillo, Chefvolkswirt bei Avalon Partners.
Carry Trades können mit einem großen Schock enden
Die große Sorge ist, dass die derzeitige Praxis nicht nachhaltig ist. „Am Ende der Carry Trades steht immer deren Auflösung“, warnt Chandler. Da man Geld zu niedrigen Zinsen leiht und höher verzinslich anlegt, lässt sich mit diesen Geschäften nur Geld verdienen, solange die zugrunde liegenden Trends gleich bleiben. Steigen Zinsen oder Wechselkurse, „können sich viele Menschen die Finger verbrennen“, sagt er.
„Das plötzliche Ende der Carry Trades kann eine große Schockwelle auf den Finanzmärkten auslösen“, sagt Gambera. „Destabilisierungspotential ist immer vorhanden“, fügt er an.
Carry Trades seien ihrerseits ein Zeichen von Instabilität. Letztlich „müssen wir diese Extreme beenden und zu einer normalen Politik zurückkehren“, sagt Larkin. Stiegen die Zinsen jedoch zu schnell, bestehe die Gefahr eines Rückfalls in die Rezession.
Politische Entscheider wie Bernanke stehen vor einem schwierigen Balanceakt. Der Fed-Präsident spricht beständig davon, dass der Leitzins noch „für längere Zeit auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau“ belassen werde, zuletzt in seiner Rede am 16. November. Um den Dollar nicht zu stark unter Druck zu setzen, fügte er jedoch in derselben Rede an, dass die Fed „dazu beitragen werde, dass der Dollar stark und eine Quelle globaler Finanzstabilität bleibt.“
Ähnlich müssen auch Regierungsvertreter argumentieren. Präsident Obama und Finanzminister Geithner versuchen auf der einen Seite, die Konjunktur anzukurbeln und die Finanzkrise einzudämmen, während sie auf der anderen Seite eine Verringerung des massiven Haushaltsdefizits versprechen. „Der Übergang muss allmählich verlaufen und darf nicht schlagartig erfolgen“, sagt Larkin.
Das Risiko einer Dollarkrise
Da Bernanke nicht müde wird, seine Unterstützung niedriger Zinsen zu betonen, könnten Carry Trades noch längere Zeit lukrativ bleiben. Bei der Verfolgung dieser Strategie gibt es jedoch zwei gewichtige Risiken.
Erstens könnte der Dollar durch eine ausgeprägte Krise oder eine internationale Notsituation in die Höhe getrieben werden. Als Lehman Brothers vor einem Jahr Insolvenz anmeldete, stieg der Dollarkurs sprunghaft, als Anleger scharenweise Zuflucht in der liquidesten Währung der Welt suchten.
Einige warnen zwar davor, dass der Dollar seinen Sonderstatus verlieren könnte, es gibt jedoch derzeit nur wenig Alternativen. Trotz seines Wertverfalls „steht der Dollar als sicherer Hafen außer Frage“, sagt Reena Aggarwal, Finanzprofessorin an der Georgetown University.
Das zweite Risiko besteht darin, dass die amerikanische Wirtschaft die Rezession schnell hinter sich lassen könnte, woraufhin Bernanke zu einer Abkehr von der Niedrigzinspolitik gezwungen wäre. Marktteilnehmer durchleuchten die Konjunkturdaten fortlaufend nach Anzeichen einer solchen Entwicklung. Das Niedrigzinsniveau in Japan sorgte jahrelang für florierende Zinsdifferenzgeschäfte, bis Ende 2008 im Zuge der Finanzkrise ihr abruptes Ende kam.
Niemand kann mit Sicherheit sagen, ob das Phänomen der Carry Trades mit dem Dollar Monate oder noch Jahre anhalten wird. Die Märkte sind bekanntermaßen unberechenbar, insbesondere in Zeiten des wirtschaftlichen Wandels. Vieles hängt davon ab, ob die in diesem Jahr eingetretene rasante Aufwärtsbewegung der Aktienkurse und anderer Vermögenswerte durch Daten aus der Realwirtschaft untermauert werden kann. Andernfalls könnte die Diskussion über eine neuerliche Blase auf den Finanzmärkten gerechtfertigt sein.
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Gini
Der Gini-Koeffizient zur Ungleichheit der
Geldvermögensverteilung in Österreich beträgt 0,66 und "liegt damit
im internationalen Vergleich eher hoch", so die Nationalbank im
aktuell präsentierten Sozialbericht. "Über zwei Drittel besitzen
keine nennenswerten Geldvermögen. Die Hälfte der privaten Haushalte
verfügt gar nur über 8% des gesamten Geldvermögens", zitiert die
Armutskonferenz die im Sozialbericht veröffentlichte neue Studie der
österreichischen Nationalbank. Das oberste Zehntel besitzt hingegen
54% des gesamten Geldvermögens. Diesen reichsten 10 Prozent der
Haushalte steht rund 290 000 Euro an Vermögen zur Verfügung. Das
reichste Prozent (1%) der Haushalte hält 27% des gesamten
Geldvermögens. Und das oberste Promill (0,1%) besitzt 8% des
Gesamtgeldvermögens. Das entspricht der gesamten unteren Hälfte aller
Haushalte, die ebenfalls über 8% des Geldvermögens verfügt.
Das Bild für eine solche Vermögensverteilung ist eine Pyramide.
Damit "kann der für die Nachkriegsjahre dominierende soziologische
Befund von einer nivellierten Mittelschicht nicht mehr
aufrechterhalten werden.", zitiert die Armutskonferenz die Studie.
Anteil der Erben in oberster Einkommensgruppe am höchsten
Weiters weist die Armutskonferenz auf die Falschinformationen im
Rahmen der Abschaffung der Erbschaftssteuer hin. Die Daten der
Nationalbank im Sozialbericht zeigen, dass "Erbchancen sozial
ungleich verteilt sind. Bildung, berufliche Position und Einkommen
markieren die Trennlinie beim Erben. Der Anteil der Haushalte, die
geerbt haben, ist in der obersten Einkommensgruppe am höchsten", so
der Sozialbericht des Ministeriums. Der Durchschnitt von 56 000 Euro
Erbsumme ist aufgrund der ungleichen Verteilung wenig aussagekräftig.
Der Median mit 22.000 Euro deutet auf eine große Ungleichverteilung
der Erbschaften hin. Arbeiter erben in deutlich
unterdurchschnittlichem Ausmaß. Am häufigsten erben Akademiker,
am seltensten Pflichtschulabsolventen. "Angesichts der niedrigen
Vermögenssteuern in Österreich und sichtbar werdender sozialer
Ungleichheiten ist die Abschaffung der Erbschaftssteuer eine
ökonomisch und verteilungspolitisch falsche Entscheidung", so die
Armutskonferenz.
Ungenügende Erfassung der Geldvermögen: Ungleichverteilung noch höher
Einkommen ist deutlich weniger konzentriert als das Vermögen. Der
Ginikoeffizient zur Ungleichheit der Vermögensverteilung ist mehr als
doppelt so hoch wie jener der Einkommensverteilung. Dafür ist
Immobilienvermögen noch ungleicher verteilt und Unternehmenseigentum
überhaupt nur in den höchsten Vermögensstufen von Relevanz. Die
Nationalbank weist im Sozialbericht darauf hin, dass Besitzer hoher
Geldvermögen nur eingeschränkt erfasst werden. Die tatsächliche
Ungleichverteilung ist demnach noch viel größer, so die
Armutskonferenz abschließend.
Geldvermögensverteilung in Österreich beträgt 0,66 und "liegt damit
im internationalen Vergleich eher hoch", so die Nationalbank im
aktuell präsentierten Sozialbericht. "Über zwei Drittel besitzen
keine nennenswerten Geldvermögen. Die Hälfte der privaten Haushalte
verfügt gar nur über 8% des gesamten Geldvermögens", zitiert die
Armutskonferenz die im Sozialbericht veröffentlichte neue Studie der
österreichischen Nationalbank. Das oberste Zehntel besitzt hingegen
54% des gesamten Geldvermögens. Diesen reichsten 10 Prozent der
Haushalte steht rund 290 000 Euro an Vermögen zur Verfügung. Das
reichste Prozent (1%) der Haushalte hält 27% des gesamten
Geldvermögens. Und das oberste Promill (0,1%) besitzt 8% des
Gesamtgeldvermögens. Das entspricht der gesamten unteren Hälfte aller
Haushalte, die ebenfalls über 8% des Geldvermögens verfügt.
Das Bild für eine solche Vermögensverteilung ist eine Pyramide.
Damit "kann der für die Nachkriegsjahre dominierende soziologische
Befund von einer nivellierten Mittelschicht nicht mehr
aufrechterhalten werden.", zitiert die Armutskonferenz die Studie.
Anteil der Erben in oberster Einkommensgruppe am höchsten
Weiters weist die Armutskonferenz auf die Falschinformationen im
Rahmen der Abschaffung der Erbschaftssteuer hin. Die Daten der
Nationalbank im Sozialbericht zeigen, dass "Erbchancen sozial
ungleich verteilt sind. Bildung, berufliche Position und Einkommen
markieren die Trennlinie beim Erben. Der Anteil der Haushalte, die
geerbt haben, ist in der obersten Einkommensgruppe am höchsten", so
der Sozialbericht des Ministeriums. Der Durchschnitt von 56 000 Euro
Erbsumme ist aufgrund der ungleichen Verteilung wenig aussagekräftig.
Der Median mit 22.000 Euro deutet auf eine große Ungleichverteilung
der Erbschaften hin. Arbeiter erben in deutlich
unterdurchschnittlichem Ausmaß. Am häufigsten erben Akademiker,
am seltensten Pflichtschulabsolventen. "Angesichts der niedrigen
Vermögenssteuern in Österreich und sichtbar werdender sozialer
Ungleichheiten ist die Abschaffung der Erbschaftssteuer eine
ökonomisch und verteilungspolitisch falsche Entscheidung", so die
Armutskonferenz.
Ungenügende Erfassung der Geldvermögen: Ungleichverteilung noch höher
Einkommen ist deutlich weniger konzentriert als das Vermögen. Der
Ginikoeffizient zur Ungleichheit der Vermögensverteilung ist mehr als
doppelt so hoch wie jener der Einkommensverteilung. Dafür ist
Immobilienvermögen noch ungleicher verteilt und Unternehmenseigentum
überhaupt nur in den höchsten Vermögensstufen von Relevanz. Die
Nationalbank weist im Sozialbericht darauf hin, dass Besitzer hoher
Geldvermögen nur eingeschränkt erfasst werden. Die tatsächliche
Ungleichverteilung ist demnach noch viel größer, so die
Armutskonferenz abschließend.
Mittwoch, 1. April 2009
Gott erkennen mittels Petrodollars
http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/category/gott-erkennen-und-ihm-dienen/
Whom to blame ?
The world faces crisis of finance, not a crisis of capitalism.
As protestors gather to denounce capitalism on the occasion of the G-20 summit in London, it is worth remembering that free markets and free trade are not to blame for the current economic mess. The real culprit has been skewed finance. This distortion has operated on four levels.
First, there has been an imbalance in world trade, with giant surpluses in China matched by deficits in the U.S., the U.K. and elsewhere. That allowed borrowers to rack up huge debts.
It was not a natural phenomenon of the free market. It was at least partly the result of China's decision to keep the renminbi's value artificially low.
Second, there has been the U.S. habit of bailing out the financial system whenever it hit trouble.
Investors used to talk about the "Greenspan put" in recognition of the fact that the former boss of the Federal Reserve could always be relied upon to squirt money on the markets at the first sign of trouble.
This, again, distorted the free market. It both numbed investors' fear, causing them to take excessive risks, and added cheap credit in the West to the liquidity pouring in from the East.
Third, there was the inherent distortion in having financial institutions that are considered "too big to fail".
Banks sailed too close to the wind because they knew the authorities could almost always be relied upon to bail them out. The antidote to having institutions that are "too big to fail" is either to cut them down to size so they can fail safely or to regulate them more tightly. But, in recent years, banks got bigger and were deregulated.
Fourth, there were the "heads-I-win-tails-you-lose" incentive plans for the financiers themselves.
If their bets paid off, they stood to become multi-millionaires. If they lost a packet, shareholders and ultimately taxpayers were left to pick up the tab. Some culprits have even been able to walk away with fat bonuses and enhanced pensions.
This, again, is not the free market. It is an asymmetry that turned finance into a casino
As protestors gather to denounce capitalism on the occasion of the G-20 summit in London, it is worth remembering that free markets and free trade are not to blame for the current economic mess. The real culprit has been skewed finance. This distortion has operated on four levels.
First, there has been an imbalance in world trade, with giant surpluses in China matched by deficits in the U.S., the U.K. and elsewhere. That allowed borrowers to rack up huge debts.
It was not a natural phenomenon of the free market. It was at least partly the result of China's decision to keep the renminbi's value artificially low.
Second, there has been the U.S. habit of bailing out the financial system whenever it hit trouble.
Investors used to talk about the "Greenspan put" in recognition of the fact that the former boss of the Federal Reserve could always be relied upon to squirt money on the markets at the first sign of trouble.
This, again, distorted the free market. It both numbed investors' fear, causing them to take excessive risks, and added cheap credit in the West to the liquidity pouring in from the East.
Third, there was the inherent distortion in having financial institutions that are considered "too big to fail".
Banks sailed too close to the wind because they knew the authorities could almost always be relied upon to bail them out. The antidote to having institutions that are "too big to fail" is either to cut them down to size so they can fail safely or to regulate them more tightly. But, in recent years, banks got bigger and were deregulated.
Fourth, there were the "heads-I-win-tails-you-lose" incentive plans for the financiers themselves.
If their bets paid off, they stood to become multi-millionaires. If they lost a packet, shareholders and ultimately taxpayers were left to pick up the tab. Some culprits have even been able to walk away with fat bonuses and enhanced pensions.
This, again, is not the free market. It is an asymmetry that turned finance into a casino
Samstag, 7. März 2009
Success of Islamic Banking Rules
Der Koran verbietet Zinsen und Finanzgeschäfte, denen kein direkter Güteraustausch gegenübersteht. In dem Artikel in der Vatikanzeitung merkten die Autorinnen an, sogenannte Sukuks entsprächen dem Bedürfnis nach sicheren Investitionen. Sukuks sind Anleihen, die das Zinsverbot umgehen. Islamische Staaten, aber auch etwa das Bundesland Sachsen-Anhalt haben bereits solche Staatsanleihen emittiert.
Seine Landesanleihe hatte Sachsen-Anhalt so organisiert, dass es Immobilien für einen begrenzten Zeitraum an eine ausgelagerte Gesellschaft veräußerte und wieder mietete. Aus den Erlösen dieses Geschäfts zahlt das Land den Investoren ihre Renditen - die somit keine "Zinsen" sind. Die Scharia verbietet Muslimen aber auch Geschäfte, an denen sich nur wenige Katholiken stören: Schweinezucht oder Alkoholproduktion. Auch Investitionen in Aktien konventioneller Banken oder Versicherungen (da diese eine Art "Glücksspiel" betrieben) gelten Muslimen als verboten.
Seine Landesanleihe hatte Sachsen-Anhalt so organisiert, dass es Immobilien für einen begrenzten Zeitraum an eine ausgelagerte Gesellschaft veräußerte und wieder mietete. Aus den Erlösen dieses Geschäfts zahlt das Land den Investoren ihre Renditen - die somit keine "Zinsen" sind. Die Scharia verbietet Muslimen aber auch Geschäfte, an denen sich nur wenige Katholiken stören: Schweinezucht oder Alkoholproduktion. Auch Investitionen in Aktien konventioneller Banken oder Versicherungen (da diese eine Art "Glücksspiel" betrieben) gelten Muslimen als verboten.
China's Chance
Weit wichtiger ist freilich, dass China US-Anleihen kauft. Es sitzt ja bekanntlich auf Dollarbergen aus seinem Handelsbilanzüberschuss. Durch die Abwertung des Dollars sind diese Berge schon jetzt viel weniger wert. Dollar gegen eine festere Währung – den Euro – tauschen kann China aber nicht, denn in der Sekunde, in der es Dollar verkauft, fällt sein Kurs ins Bodenlose. Alles, was China kann, ist, in den USA einkaufen – Firmen, Banken, Realitäten – und das tut es auch. Aber warum Anleihen bei einem Staat kaufen, der hoch verschuldet ist? Erstens, weil die USA immer noch viel besser als China dastehen, zweitens, weil Obama auf diese Weise zu den Milliarden Dollar kommt, die er braucht, um die Wirtschaft anzukurbeln.
Und wenn ihm das gelingt, stabilisiert sich der Dollar irgendwann, und beide – China und die USA – profitieren. (Wenn es nicht gelingt, ist China allerdings bedient: Es hat dann zusätzlich zu noch wertloseren Dollarhügeln den amerikanischen Staat als riesigen, miserablen Schuldner.) Warum das Einvernehmen von Merkel, Sarkozy und Brown gut ist, ist klar: Nur Leute, die gar nichts vom Markt verstehen – Alan Greenspan gehörte dazu –, können glauben, dass er ohne Spielregeln funktioniert. Denn nur wenn alle Marktteilnehmer gleichermaßen über alle relevanten Informationen verfügen, können sie rational zu ihrem – und damit, laut Adam Smith, zu unser aller – Vorteil handeln.
Wenn man zum Beispiel nicht weiß, welches Risiko ein Derivat enthält, kann man das nicht einschätzen. Deshalb ist Transparenz eine zwingende Voraussetzung eines funktionierenden Markts. Dass sogar die Engländer gegen Steueroasen vorgehen wollen, ist geradezu eine Sensation – wenn’s wahr ist. Und warum Wirtschaftshilfe für den Osten gut ist, muss ich hierzulande nicht begründen.
Und wenn ihm das gelingt, stabilisiert sich der Dollar irgendwann, und beide – China und die USA – profitieren. (Wenn es nicht gelingt, ist China allerdings bedient: Es hat dann zusätzlich zu noch wertloseren Dollarhügeln den amerikanischen Staat als riesigen, miserablen Schuldner.) Warum das Einvernehmen von Merkel, Sarkozy und Brown gut ist, ist klar: Nur Leute, die gar nichts vom Markt verstehen – Alan Greenspan gehörte dazu –, können glauben, dass er ohne Spielregeln funktioniert. Denn nur wenn alle Marktteilnehmer gleichermaßen über alle relevanten Informationen verfügen, können sie rational zu ihrem – und damit, laut Adam Smith, zu unser aller – Vorteil handeln.
Wenn man zum Beispiel nicht weiß, welches Risiko ein Derivat enthält, kann man das nicht einschätzen. Deshalb ist Transparenz eine zwingende Voraussetzung eines funktionierenden Markts. Dass sogar die Engländer gegen Steueroasen vorgehen wollen, ist geradezu eine Sensation – wenn’s wahr ist. Und warum Wirtschaftshilfe für den Osten gut ist, muss ich hierzulande nicht begründen.
Liberalismus passe ?
Ärgerlicher freilich, weil eine arrogante Verallgemeinerung: die Tatsache, dass aus dem Versagen der Finanzmärkte en passant auf ein Versagen aller Wirtschaftszweige geschlossen wird. Die manifesten Probleme der Autoindustrie etwa und die unabwendbare Krise vieler anderer Branchen beruhen nicht auf dem Versagen des Marktes. Die Produzenten von Trabant und Lada waren mit ihren Fünfundzwanzig-Jahres-Plänen den Just-in-Time-Assembly-Lines von Saab und General Motors etwa so überlegen wie ein Heißluftballon einem Airbus 380. Der Induktionsschluss, der globalisierte Markt habe versagt, ist falsch; die Industrie gelangte lediglich in den Sog der kriseninduzierten Panik. Ebenso falsch wird daher auch die Behauptung sein, die aus der Finanzkrise resultierende Arbeitslosigkeit und die dann einmal mehr geschwächte Nachfrage seien eine Folge der Kapitalismusgläubigkeit. Was war, was ist und was noch kommt, ist ausschließlich das Resultat einer Fehlkonstruktion im Finanzgefüge.
Und exakt an diesem Punkt zeigt sich die Fehlkonstruktion des Kritikgefüges, hier wendet sich der Angriff auf den Markt zu einer Attacke gegen den Staat, auch wenn die Phalanx der Kritiker das nicht begriffen hat. Die Finanzmärkte kollabierten ja nicht deshalb, weil gierige Bankmanager das Letzte und mehr aus dem Markt herausholten. Vielmehr konnten gierige Bankmanager das Letzte und mehr aus dem Markt herausholen, weil die USA, aber auch die europäischen und asiatischen Staaten ihnen das erlaubten, weil sie also keine Gesetze und Verordnungen erlassen hatten, die einen geeigneten Rahmen für den Bewegungsspielraum der Finanzinstitute geschaffen hätten. Und gerade die Instandhaltung des Geldkreislaufs gilt als die zentrale Aufgabe der Wirtschaftspolitik.
Versagt haben also der amerikanische Präsident, weil er eine bestimmte ökonomische Ideologie verfolgte. Versagt hat der amerikanische Finanzminister, weil er kein passendes Regelwerk installierte. Versagt hat die amerikanische Zentralbank, weil sie die Schwachstellen des Systems nicht isolierte. Versagt hat die staatliche US-Börsenaufsicht, weil sie die Wertpapier- und Kreditgeschäfte nicht zu kontrollieren verstand.
Und exakt an diesem Punkt zeigt sich die Fehlkonstruktion des Kritikgefüges, hier wendet sich der Angriff auf den Markt zu einer Attacke gegen den Staat, auch wenn die Phalanx der Kritiker das nicht begriffen hat. Die Finanzmärkte kollabierten ja nicht deshalb, weil gierige Bankmanager das Letzte und mehr aus dem Markt herausholten. Vielmehr konnten gierige Bankmanager das Letzte und mehr aus dem Markt herausholen, weil die USA, aber auch die europäischen und asiatischen Staaten ihnen das erlaubten, weil sie also keine Gesetze und Verordnungen erlassen hatten, die einen geeigneten Rahmen für den Bewegungsspielraum der Finanzinstitute geschaffen hätten. Und gerade die Instandhaltung des Geldkreislaufs gilt als die zentrale Aufgabe der Wirtschaftspolitik.
Versagt haben also der amerikanische Präsident, weil er eine bestimmte ökonomische Ideologie verfolgte. Versagt hat der amerikanische Finanzminister, weil er kein passendes Regelwerk installierte. Versagt hat die amerikanische Zentralbank, weil sie die Schwachstellen des Systems nicht isolierte. Versagt hat die staatliche US-Börsenaufsicht, weil sie die Wertpapier- und Kreditgeschäfte nicht zu kontrollieren verstand.
Samstag, 14. Februar 2009
Aktuelle Krise bewältigen - wie ? Ideengeber MALIK
Die Wirtschafts- und Finanzkrise liegt in aller Munde. Wie würden Sie die aktuelle Lage beschreiben?
Eine Alte Welt geht zugrunde, weil eine Neue Welt entstehen will - bildhaft vergleichbar mit einer Raupe, die stirbt, weil der Schmetterling ans Licht kommt. Was Finanzkrise genannt wird, ist nur ein oberflächliches Symptom. Weltweit gehen Wirtschaft und Gesellschaft durch die größte Transformation der Geschichte, nämlich hin zu einer Gesellschaft, deren wichtigstes Merkmal ihre extreme Komplexität ist. Deshalb nenne ich sie Komplexiätsgesellschaft.
Deren Kapital ist nicht Geld, sondern Wissen. Hier steuert nicht Macht, sondern Information. Die herkömmlichen Organisationen funktionieren nicht unter Komplexitätsbedingungen, denn ihre Entstehung reicht tief in das vorige Jahrhundert, wo völlig andere Bedingungen herrschten. Kein Wunder, herrschen heute Orientierungs- und Ratlosigkeit. Sie führen zu Hilflosigkeit und vielfach blindem Aktionismus. Die meisten sehen im Neuen nur das Alte. Die vertrauten Reflexe sind plötzlich radikal falsch. Wie bei Autofahrern - quasi über Nacht müssen sie links statt rechts fahren.
Wie konnte es soweit kommen?
Die Globalisierung hat einen beschleunigenden Prozess der exponentiellen Komplexifizierung ausgelöst. Die neuen Realitäten sind hyperkomplexe, ultradynamische, vernetzte Systemkonfigurationen. Herkömmliche Denkweisen und Methoden sind gänzlich untauglich um solche Systeme zu verstehen und zu managen. Man kann sie nicht berechnen, wie zum Beispiel der Kollaps des Risikomanagements in den Banken beweist.
Mit den längst überholten Theorien und Methoden heutiger Ökonomie konnte man das Desaster daher auch nicht kommen sehen. Die systemisch-kybernetischen Instrumenten hingegen, die ich in meiner Organisation entwickelt habe, haben den Krisen-Tsunami früh entdeckt und seinen Verlauf unmissverständlich vorausgezeigt. Seit Jahren publiziere ich das regelmäßig. Meine Mitarbeiter wenden diese Instrumente bei unseren Klienten an. Und unsere Klienten haben kein Geld verloren.
Symptome für den sich aufbauenden Sturm waren unter anderem die Häufung falscher Unternehmens-Strategien, wie schon früh der Daimler-Chrysler-Merger, von dem ich den damaligen Vorständen entschieden abriet. Auch die meisten Bankenstrategien gehören dazu, weil diese die wahre Komplexität der Börsen ignorierten. Hier trägt das herkömmliche Consulting eine immense Verantwortung. die wird noch gar nicht thematisiert.
Eine der Hauptursachen des Debakels ist die total fehlgeleitete amerikanische Zentralbank
Eine Alte Welt geht zugrunde, weil eine Neue Welt entstehen will - bildhaft vergleichbar mit einer Raupe, die stirbt, weil der Schmetterling ans Licht kommt. Was Finanzkrise genannt wird, ist nur ein oberflächliches Symptom. Weltweit gehen Wirtschaft und Gesellschaft durch die größte Transformation der Geschichte, nämlich hin zu einer Gesellschaft, deren wichtigstes Merkmal ihre extreme Komplexität ist. Deshalb nenne ich sie Komplexiätsgesellschaft.
Deren Kapital ist nicht Geld, sondern Wissen. Hier steuert nicht Macht, sondern Information. Die herkömmlichen Organisationen funktionieren nicht unter Komplexitätsbedingungen, denn ihre Entstehung reicht tief in das vorige Jahrhundert, wo völlig andere Bedingungen herrschten. Kein Wunder, herrschen heute Orientierungs- und Ratlosigkeit. Sie führen zu Hilflosigkeit und vielfach blindem Aktionismus. Die meisten sehen im Neuen nur das Alte. Die vertrauten Reflexe sind plötzlich radikal falsch. Wie bei Autofahrern - quasi über Nacht müssen sie links statt rechts fahren.
Wie konnte es soweit kommen?
Die Globalisierung hat einen beschleunigenden Prozess der exponentiellen Komplexifizierung ausgelöst. Die neuen Realitäten sind hyperkomplexe, ultradynamische, vernetzte Systemkonfigurationen. Herkömmliche Denkweisen und Methoden sind gänzlich untauglich um solche Systeme zu verstehen und zu managen. Man kann sie nicht berechnen, wie zum Beispiel der Kollaps des Risikomanagements in den Banken beweist.
Mit den längst überholten Theorien und Methoden heutiger Ökonomie konnte man das Desaster daher auch nicht kommen sehen. Die systemisch-kybernetischen Instrumenten hingegen, die ich in meiner Organisation entwickelt habe, haben den Krisen-Tsunami früh entdeckt und seinen Verlauf unmissverständlich vorausgezeigt. Seit Jahren publiziere ich das regelmäßig. Meine Mitarbeiter wenden diese Instrumente bei unseren Klienten an. Und unsere Klienten haben kein Geld verloren.
Symptome für den sich aufbauenden Sturm waren unter anderem die Häufung falscher Unternehmens-Strategien, wie schon früh der Daimler-Chrysler-Merger, von dem ich den damaligen Vorständen entschieden abriet. Auch die meisten Bankenstrategien gehören dazu, weil diese die wahre Komplexität der Börsen ignorierten. Hier trägt das herkömmliche Consulting eine immense Verantwortung. die wird noch gar nicht thematisiert.
Eine der Hauptursachen des Debakels ist die total fehlgeleitete amerikanische Zentralbank
Economic Cycle Research Institute
Die Vereinigten Staaten gerieten zuerst in die Krise und würden deswegen auch zuerst wieder aus ihr hervorkommen, heißt es nun. Lässt sich das untermauern?
Das einzige Land, in dem sich eine Verbesserung der Indikatoren zumindest erahnen lässt, sind im Moment die Vereinigten Staaten. Und hier muss sich die Ahnung erst noch bestätigen. Historischer und statistisch lassen sich solche Hoffnungen nicht beweisen.
Auf was würden Sie als Anleger achten?
Auf die vorlaufenden Indikatoren, die auf eine inflationäre Entwicklung hindeuten. Im Moment fallen sie weltweit. Sobald sie jedoch nach oben drehen, ist es Zeit, Anleihen zu verkaufen und sich Rohstoffe, Immobilien und Aktien von Unternehmen mit Preissetzungsmacht ins Depot zu legen.
Gibt es langfristig eine Korrelation zwischen vorlaufenden Indikatoren und Wechselkursen?
Wenn ein Land ein starke Wachstumsdynamik entwickelt, während der Preisauftrieb weniger dynamisch ist, zeigt die Währung in der Regel relative Stärke.
Das einzige Land, in dem sich eine Verbesserung der Indikatoren zumindest erahnen lässt, sind im Moment die Vereinigten Staaten. Und hier muss sich die Ahnung erst noch bestätigen. Historischer und statistisch lassen sich solche Hoffnungen nicht beweisen.
Auf was würden Sie als Anleger achten?
Auf die vorlaufenden Indikatoren, die auf eine inflationäre Entwicklung hindeuten. Im Moment fallen sie weltweit. Sobald sie jedoch nach oben drehen, ist es Zeit, Anleihen zu verkaufen und sich Rohstoffe, Immobilien und Aktien von Unternehmen mit Preissetzungsmacht ins Depot zu legen.
Gibt es langfristig eine Korrelation zwischen vorlaufenden Indikatoren und Wechselkursen?
Wenn ein Land ein starke Wachstumsdynamik entwickelt, während der Preisauftrieb weniger dynamisch ist, zeigt die Währung in der Regel relative Stärke.
Freitag, 13. Februar 2009
Rodriguez versus Shiller
Bob Rodriguez of FPA Capital (FPPTX) told a Fortune roundtable that the number of stocks that pass his value screen has risen to 447 (out of 10,000), up from only 33 in June 2007. Jeremy Grantham of GMO, another roundtable participant, considers stocks to be reasonably priced for the first time in years. Stocks have reached reasonable levels even by the tough standards of Yale professor Robert Shiller, famous for calling both the stock and house bubbles.
Reason for finance crash : Greenspan
m Gegensatz zu den Unmengen an apodiktischen Ad-hoc-Analysen, Kommentaren aller Art und der unvermeidlichen "Senflawine" von Guru-Ökonomen, die es schon immer gewusst haben wollen, gibt es zurzeit wenig gesicherte Erkenntnisse zu Ursachen und Ausmaß der Krise. Die wenigen seriösen Befunde, die vorliegen, deuten eher darauf hin, dass "es" nicht die Banker, sondern vielmehr die Zentralbanker verbockt haben, indem vor allem die US-Zentralbank Fed unter ihrem "charismatischen" Gouverneur Greenspan durch ihre hyperaktivistische Interventionspolitik den "financial boom-bust-cycle" angeheizt und die inhärente Prozyklizität des globalen Finanzsystems exzessiv verstärkt hat. Vor allem die Asymmetrie ihrer Zinspolitik dürfte folgenschwer sein, wurden doch alle drohenden "bust-phases" (Wachstumsabschwächungen) durch rabiate Leitzinssenkungen bekämpft, alle Boom-Phasen aber großzügig toleriert und wohlwollend abgenickt.
Billiges fremdes Geld blieb so im System und heizte die Inflation der Vermögenspreise global an (Stichwort "Immobilien-Bubble"), während die ach so hässliche Globalisierung lange Zeit half, die Inflation der Güterpreise in den USA (und in den meisten OECD-Ländern) im Zaum zu halten.
Billiges fremdes Geld blieb so im System und heizte die Inflation der Vermögenspreise global an (Stichwort "Immobilien-Bubble"), während die ach so hässliche Globalisierung lange Zeit half, die Inflation der Güterpreise in den USA (und in den meisten OECD-Ländern) im Zaum zu halten.
MEDCO
12. Februar 2009 Aktuell gibt es nur wenige Aktien, die noch mit einem weitgehend intakten langfristigen Aufwärtstrend aufwarten können. Zu diesen Ausnahmen zählt Medco Health Solutions (Isin US58405U1025). Seit dem Börsengang im August 2003, der im Gefolge einer Abspaltung von der Muttergesellschaft Merck erfolgte, konnte der Aktienkurs einen Aufwärtstrend etablieren. Zuletzt kam zwar auch der ins Stocken, aber in Euro gerechnet reichte es jüngst.
Elliot wave predicts DAX LT 3600
http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc~E53A2320A8D834D878EEE196563453B6C~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Reality versus Prognosis
http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~EC915FBEC8A0B4A30926019B7F444EFAB~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Freitag, 30. Januar 2009
Alle ATX Inikatoren fallen
http://aktientrading-austria.blogspot.com/2009/01/synchron-sturzen-aller-indikatoren.html
Where did the money go ?
http://www.guardian.co.uk/business/dan-roberts-on-business-blog/interactive/2009/jan/29/financial-pyramid
Verluste sozialisieren
http://www.egon-w-kreutzer.de/Ressourcen/Analyse%20Czerny%20-%20Finanzkrise.pdf
Österreich pleite ?- aus DiePresse
Dass Bundeskanzler Faymann und Finanzminister Pröll sich mit aller Kraft bemühten, der EU schlappe 100 Mrd. Euro zugunsten der finanziell Not leidenden osteuropäischen Nachbarn zu entsteißen, ist ziemlich dringend notwendig, um es einmal zurückhaltend zu formulieren.
Und zwar aus einem ziemlich einfachen Grund. Ohne Hilfe von außen droht einer Reihe der Reformstaaten der ökonomische Kollaps. Ein derartiger Kollaps wiederum würde praktisch alle größeren österreichischen Banken bedrohen. Da aber die Republik Garantien für diese Banken übernommen hat, würden diese Haftungen dann wohl schlagend werden: Zahltag für Pröll oder dessen allfälligen Nachfolger.
Dann aber wäre Österreich mit hoher Wahrscheinlichkeit schlicht und ergreifend pleite. Denn diese Summen hat es nicht, und diese Summen kriegt es auch nicht.
Und zwar aus einem ziemlich einfachen Grund. Ohne Hilfe von außen droht einer Reihe der Reformstaaten der ökonomische Kollaps. Ein derartiger Kollaps wiederum würde praktisch alle größeren österreichischen Banken bedrohen. Da aber die Republik Garantien für diese Banken übernommen hat, würden diese Haftungen dann wohl schlagend werden: Zahltag für Pröll oder dessen allfälligen Nachfolger.
Dann aber wäre Österreich mit hoher Wahrscheinlichkeit schlicht und ergreifend pleite. Denn diese Summen hat es nicht, und diese Summen kriegt es auch nicht.
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