Mittwoch, 1. April 2009

Gott erkennen mittels Petrodollars

http://islamicrevolutionservice.wordpress.com/category/gott-erkennen-und-ihm-dienen/

Whom to blame ?

The world faces crisis of finance, not a crisis of capitalism.

As protestors gather to denounce capitalism on the occasion of the G-20 summit in London, it is worth remembering that free markets and free trade are not to blame for the current economic mess. The real culprit has been skewed finance. This distortion has operated on four levels.

First, there has been an imbalance in world trade, with giant surpluses in China matched by deficits in the U.S., the U.K. and elsewhere. That allowed borrowers to rack up huge debts.

It was not a natural phenomenon of the free market. It was at least partly the result of China's decision to keep the renminbi's value artificially low.

Second, there has been the U.S. habit of bailing out the financial system whenever it hit trouble.

Investors used to talk about the "Greenspan put" in recognition of the fact that the former boss of the Federal Reserve could always be relied upon to squirt money on the markets at the first sign of trouble.

This, again, distorted the free market. It both numbed investors' fear, causing them to take excessive risks, and added cheap credit in the West to the liquidity pouring in from the East.

Third, there was the inherent distortion in having financial institutions that are considered "too big to fail".

Banks sailed too close to the wind because they knew the authorities could almost always be relied upon to bail them out. The antidote to having institutions that are "too big to fail" is either to cut them down to size so they can fail safely or to regulate them more tightly. But, in recent years, banks got bigger and were deregulated.

Fourth, there were the "heads-I-win-tails-you-lose" incentive plans for the financiers themselves.

If their bets paid off, they stood to become multi-millionaires. If they lost a packet, shareholders and ultimately taxpayers were left to pick up the tab. Some culprits have even been able to walk away with fat bonuses and enhanced pensions.

This, again, is not the free market. It is an asymmetry that turned finance into a casino

Samstag, 7. März 2009

Success of Islamic Banking Rules

Der Koran verbietet Zinsen und Finanzgeschäfte, denen kein direkter Güteraustausch gegenübersteht. In dem Artikel in der Vatikanzeitung merkten die Autorinnen an, sogenannte Sukuks entsprächen dem Bedürfnis nach sicheren Investitionen. Sukuks sind Anleihen, die das Zinsverbot umgehen. Islamische Staaten, aber auch etwa das Bundesland Sachsen-Anhalt haben bereits solche Staatsanleihen emittiert.

Seine Landesanleihe hatte Sachsen-Anhalt so organisiert, dass es Immobilien für einen begrenzten Zeitraum an eine ausgelagerte Gesellschaft veräußerte und wieder mietete. Aus den Erlösen dieses Geschäfts zahlt das Land den Investoren ihre Renditen - die somit keine "Zinsen" sind. Die Scharia verbietet Muslimen aber auch Geschäfte, an denen sich nur wenige Katholiken stören: Schweinezucht oder Alkoholproduktion. Auch Investitionen in Aktien konventioneller Banken oder Versicherungen (da diese eine Art "Glücksspiel" betrieben) gelten Muslimen als verboten.

China's Chance

Weit wichtiger ist freilich, dass China US-Anleihen kauft. Es sitzt ja bekanntlich auf Dollarbergen aus seinem Handelsbilanzüberschuss. Durch die Abwertung des Dollars sind diese Berge schon jetzt viel weniger wert. Dollar gegen eine festere Währung – den Euro – tauschen kann China aber nicht, denn in der Sekunde, in der es Dollar verkauft, fällt sein Kurs ins Bodenlose. Alles, was China kann, ist, in den USA einkaufen – Firmen, Banken, Realitäten – und das tut es auch. Aber warum Anleihen bei einem Staat kaufen, der hoch verschuldet ist? Erstens, weil die USA immer noch viel besser als China dastehen, zweitens, weil Obama auf diese Weise zu den Milliarden Dollar kommt, die er braucht, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Und wenn ihm das gelingt, stabilisiert sich der Dollar irgendwann, und beide – China und die USA – profitieren. (Wenn es nicht gelingt, ist China allerdings bedient: Es hat dann zusätzlich zu noch wertloseren Dollarhügeln den amerikanischen Staat als riesigen, miserablen Schuldner.) Warum das Einvernehmen von Merkel, Sarkozy und Brown gut ist, ist klar: Nur Leute, die gar nichts vom Markt verstehen – Alan Greenspan gehörte dazu –, können glauben, dass er ohne Spielregeln funktioniert. Denn nur wenn alle Marktteilnehmer gleichermaßen über alle relevanten Informationen verfügen, können sie rational zu ihrem – und damit, laut Adam Smith, zu unser aller – Vorteil handeln.

Wenn man zum Beispiel nicht weiß, welches Risiko ein Derivat enthält, kann man das nicht einschätzen. Deshalb ist Transparenz eine zwingende Voraussetzung eines funktionierenden Markts. Dass sogar die Engländer gegen Steueroasen vorgehen wollen, ist geradezu eine Sensation – wenn’s wahr ist. Und warum Wirtschaftshilfe für den Osten gut ist, muss ich hierzulande nicht begründen.

Liberalismus passe ?

Ärgerlicher freilich, weil eine arrogante Verallgemeinerung: die Tatsache, dass aus dem Versagen der Finanzmärkte en passant auf ein Versagen aller Wirtschaftszweige geschlossen wird. Die manifesten Probleme der Autoindustrie etwa und die unabwendbare Krise vieler anderer Branchen beruhen nicht auf dem Versagen des Marktes. Die Produzenten von Trabant und Lada waren mit ihren Fünfundzwanzig-Jahres-Plänen den Just-in-Time-Assembly-Lines von Saab und General Motors etwa so überlegen wie ein Heißluftballon einem Airbus 380. Der Induktionsschluss, der globalisierte Markt habe versagt, ist falsch; die Industrie gelangte lediglich in den Sog der kriseninduzierten Panik. Ebenso falsch wird daher auch die Behauptung sein, die aus der Finanzkrise resultierende Arbeitslosigkeit und die dann einmal mehr geschwächte Nachfrage seien eine Folge der Kapitalismusgläubigkeit. Was war, was ist und was noch kommt, ist ausschließlich das Resultat einer Fehlkonstruktion im Finanzgefüge.

Und exakt an diesem Punkt zeigt sich die Fehlkonstruktion des Kritikgefüges, hier wendet sich der Angriff auf den Markt zu einer Attacke gegen den Staat, auch wenn die Phalanx der Kritiker das nicht begriffen hat. Die Finanzmärkte kollabierten ja nicht deshalb, weil gierige Bankmanager das Letzte und mehr aus dem Markt ­herausholten. Vielmehr konnten gierige Bankmanager das Letzte und mehr aus dem Markt herausholen, weil die USA, aber auch die europäischen und asiatischen Staaten ihnen das erlaubten, weil sie also keine Gesetze und Verordnungen erlassen hatten, die einen geeigneten Rahmen für den Bewegungsspielraum der Finanzinstitute geschaffen hätten. Und gerade die Instandhaltung des Geldkreislaufs gilt als die zentrale Aufgabe der Wirtschaftspolitik.
Versagt haben also der amerikanische Präsident, weil er eine bestimmte ökonomische Ideologie verfolgte. Versagt hat der amerikanische Finanzminister, weil er kein passendes Regelwerk installierte. Versagt hat die amerikanische Zentralbank, weil sie die Schwachstellen des Systems nicht isolierte. Versagt hat die staatliche US-Börsenaufsicht, weil sie die Wertpapier- und Kreditgeschäfte nicht zu kontrollieren verstand.

Samstag, 14. Februar 2009

Aktuelle Krise bewältigen - wie ? Ideengeber MALIK

Die Wirtschafts- und Finanzkrise liegt in aller Munde. Wie würden Sie die aktuelle Lage beschreiben?

Eine Alte Welt geht zugrunde, weil eine Neue Welt entstehen will - bildhaft vergleichbar mit einer Raupe, die stirbt, weil der Schmetterling ans Licht kommt. Was Finanzkrise genannt wird, ist nur ein oberflächliches Symptom. Weltweit gehen Wirtschaft und Gesellschaft durch die größte Transformation der Geschichte, nämlich hin zu einer Gesellschaft, deren wichtigstes Merkmal ihre extreme Komplexität ist. Deshalb nenne ich sie Komplexiätsgesellschaft.

Deren Kapital ist nicht Geld, sondern Wissen. Hier steuert nicht Macht, sondern Information. Die herkömmlichen Organisationen funktionieren nicht unter Komplexitätsbedingungen, denn ihre Entstehung reicht tief in das vorige Jahrhundert, wo völlig andere Bedingungen herrschten. Kein Wunder, herrschen heute Orientierungs- und Ratlosigkeit. Sie führen zu Hilflosigkeit und vielfach blindem Aktionismus. Die meisten sehen im Neuen nur das Alte. Die vertrauten Reflexe sind plötzlich radikal falsch. Wie bei Autofahrern - quasi über Nacht müssen sie links statt rechts fahren.

Wie konnte es soweit kommen?

Die Globalisierung hat einen beschleunigenden Prozess der exponentiellen Komplexifizierung ausgelöst. Die neuen Realitäten sind hyperkomplexe, ultradynamische, vernetzte Systemkonfigurationen. Herkömmliche Denkweisen und Methoden sind gänzlich untauglich um solche Systeme zu verstehen und zu managen. Man kann sie nicht berechnen, wie zum Beispiel der Kollaps des Risikomanagements in den Banken beweist.

Mit den längst überholten Theorien und Methoden heutiger Ökonomie konnte man das Desaster daher auch nicht kommen sehen. Die systemisch-kybernetischen Instrumenten hingegen, die ich in meiner Organisation entwickelt habe, haben den Krisen-Tsunami früh entdeckt und seinen Verlauf unmissverständlich vorausgezeigt. Seit Jahren publiziere ich das regelmäßig. Meine Mitarbeiter wenden diese Instrumente bei unseren Klienten an. Und unsere Klienten haben kein Geld verloren.

Symptome für den sich aufbauenden Sturm waren unter anderem die Häufung falscher Unternehmens-Strategien, wie schon früh der Daimler-Chrysler-Merger, von dem ich den damaligen Vorständen entschieden abriet. Auch die meisten Bankenstrategien gehören dazu, weil diese die wahre Komplexität der Börsen ignorierten. Hier trägt das herkömmliche Consulting eine immense Verantwortung. die wird noch gar nicht thematisiert.
Eine der Hauptursachen des Debakels ist die total fehlgeleitete amerikanische Zentralbank

Economic Cycle Research Institute

Die Vereinigten Staaten gerieten zuerst in die Krise und würden deswegen auch zuerst wieder aus ihr hervorkommen, heißt es nun. Lässt sich das untermauern?

Das einzige Land, in dem sich eine Verbesserung der Indikatoren zumindest erahnen lässt, sind im Moment die Vereinigten Staaten. Und hier muss sich die Ahnung erst noch bestätigen. Historischer und statistisch lassen sich solche Hoffnungen nicht beweisen.

Auf was würden Sie als Anleger achten?

Auf die vorlaufenden Indikatoren, die auf eine inflationäre Entwicklung hindeuten. Im Moment fallen sie weltweit. Sobald sie jedoch nach oben drehen, ist es Zeit, Anleihen zu verkaufen und sich Rohstoffe, Immobilien und Aktien von Unternehmen mit Preissetzungsmacht ins Depot zu legen.

Gibt es langfristig eine Korrelation zwischen vorlaufenden Indikatoren und Wechselkursen?

Wenn ein Land ein starke Wachstumsdynamik entwickelt, während der Preisauftrieb weniger dynamisch ist, zeigt die Währung in der Regel relative Stärke.