Samstag, 14. Februar 2009

Aktuelle Krise bewältigen - wie ? Ideengeber MALIK

Die Wirtschafts- und Finanzkrise liegt in aller Munde. Wie würden Sie die aktuelle Lage beschreiben?

Eine Alte Welt geht zugrunde, weil eine Neue Welt entstehen will - bildhaft vergleichbar mit einer Raupe, die stirbt, weil der Schmetterling ans Licht kommt. Was Finanzkrise genannt wird, ist nur ein oberflächliches Symptom. Weltweit gehen Wirtschaft und Gesellschaft durch die größte Transformation der Geschichte, nämlich hin zu einer Gesellschaft, deren wichtigstes Merkmal ihre extreme Komplexität ist. Deshalb nenne ich sie Komplexiätsgesellschaft.

Deren Kapital ist nicht Geld, sondern Wissen. Hier steuert nicht Macht, sondern Information. Die herkömmlichen Organisationen funktionieren nicht unter Komplexitätsbedingungen, denn ihre Entstehung reicht tief in das vorige Jahrhundert, wo völlig andere Bedingungen herrschten. Kein Wunder, herrschen heute Orientierungs- und Ratlosigkeit. Sie führen zu Hilflosigkeit und vielfach blindem Aktionismus. Die meisten sehen im Neuen nur das Alte. Die vertrauten Reflexe sind plötzlich radikal falsch. Wie bei Autofahrern - quasi über Nacht müssen sie links statt rechts fahren.

Wie konnte es soweit kommen?

Die Globalisierung hat einen beschleunigenden Prozess der exponentiellen Komplexifizierung ausgelöst. Die neuen Realitäten sind hyperkomplexe, ultradynamische, vernetzte Systemkonfigurationen. Herkömmliche Denkweisen und Methoden sind gänzlich untauglich um solche Systeme zu verstehen und zu managen. Man kann sie nicht berechnen, wie zum Beispiel der Kollaps des Risikomanagements in den Banken beweist.

Mit den längst überholten Theorien und Methoden heutiger Ökonomie konnte man das Desaster daher auch nicht kommen sehen. Die systemisch-kybernetischen Instrumenten hingegen, die ich in meiner Organisation entwickelt habe, haben den Krisen-Tsunami früh entdeckt und seinen Verlauf unmissverständlich vorausgezeigt. Seit Jahren publiziere ich das regelmäßig. Meine Mitarbeiter wenden diese Instrumente bei unseren Klienten an. Und unsere Klienten haben kein Geld verloren.

Symptome für den sich aufbauenden Sturm waren unter anderem die Häufung falscher Unternehmens-Strategien, wie schon früh der Daimler-Chrysler-Merger, von dem ich den damaligen Vorständen entschieden abriet. Auch die meisten Bankenstrategien gehören dazu, weil diese die wahre Komplexität der Börsen ignorierten. Hier trägt das herkömmliche Consulting eine immense Verantwortung. die wird noch gar nicht thematisiert.
Eine der Hauptursachen des Debakels ist die total fehlgeleitete amerikanische Zentralbank

Economic Cycle Research Institute

Die Vereinigten Staaten gerieten zuerst in die Krise und würden deswegen auch zuerst wieder aus ihr hervorkommen, heißt es nun. Lässt sich das untermauern?

Das einzige Land, in dem sich eine Verbesserung der Indikatoren zumindest erahnen lässt, sind im Moment die Vereinigten Staaten. Und hier muss sich die Ahnung erst noch bestätigen. Historischer und statistisch lassen sich solche Hoffnungen nicht beweisen.

Auf was würden Sie als Anleger achten?

Auf die vorlaufenden Indikatoren, die auf eine inflationäre Entwicklung hindeuten. Im Moment fallen sie weltweit. Sobald sie jedoch nach oben drehen, ist es Zeit, Anleihen zu verkaufen und sich Rohstoffe, Immobilien und Aktien von Unternehmen mit Preissetzungsmacht ins Depot zu legen.

Gibt es langfristig eine Korrelation zwischen vorlaufenden Indikatoren und Wechselkursen?

Wenn ein Land ein starke Wachstumsdynamik entwickelt, während der Preisauftrieb weniger dynamisch ist, zeigt die Währung in der Regel relative Stärke.

Freitag, 13. Februar 2009

Rodriguez versus Shiller

Bob Rodriguez of FPA Capital (FPPTX) told a Fortune roundtable that the number of stocks that pass his value screen has risen to 447 (out of 10,000), up from only 33 in June 2007. Jeremy Grantham of GMO, another roundtable participant, considers stocks to be reasonably priced for the first time in years. Stocks have reached reasonable levels even by the tough standards of Yale professor Robert Shiller, famous for calling both the stock and house bubbles.

Reason for finance crash : Greenspan

m Gegensatz zu den Unmengen an apodiktischen Ad-hoc-Analysen, Kommentaren aller Art und der unvermeidlichen "Senflawine" von Guru-Ökonomen, die es schon immer gewusst haben wollen, gibt es zurzeit wenig gesicherte Erkenntnisse zu Ursachen und Ausmaß der Krise. Die wenigen seriösen Befunde, die vorliegen, deuten eher darauf hin, dass "es" nicht die Banker, sondern vielmehr die Zentralbanker verbockt haben, indem vor allem die US-Zentralbank Fed unter ihrem "charismatischen" Gouverneur Greenspan durch ihre hyperaktivistische Interventionspolitik den "financial boom-bust-cycle" angeheizt und die inhärente Prozyklizität des globalen Finanzsystems exzessiv verstärkt hat. Vor allem die Asymmetrie ihrer Zinspolitik dürfte folgenschwer sein, wurden doch alle drohenden "bust-phases" (Wachstumsabschwächungen) durch rabiate Leitzinssenkungen bekämpft, alle Boom-Phasen aber großzügig toleriert und wohlwollend abgenickt.

Billiges fremdes Geld blieb so im System und heizte die Inflation der Vermögenspreise global an (Stichwort "Immobilien-Bubble"), während die ach so hässliche Globalisierung lange Zeit half, die Inflation der Güterpreise in den USA (und in den meisten OECD-Ländern) im Zaum zu halten.

MEDCO

12. Februar 2009 Aktuell gibt es nur wenige Aktien, die noch mit einem weitgehend intakten langfristigen Aufwärtstrend aufwarten können. Zu diesen Ausnahmen zählt Medco Health Solutions (Isin US58405U1025). Seit dem Börsengang im August 2003, der im Gefolge einer Abspaltung von der Muttergesellschaft Merck erfolgte, konnte der Aktienkurs einen Aufwärtstrend etablieren. Zuletzt kam zwar auch der ins Stocken, aber in Euro gerechnet reichte es jüngst.

Elliot wave predicts DAX LT 3600

http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc~E53A2320A8D834D878EEE196563453B6C~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Reality versus Prognosis

http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~EC915FBEC8A0B4A30926019B7F444EFAB~ATpl~Ecommon~Scontent.html