Nach dem rasanten Anstieg seit März, den AKTIEN-MONITOR-Leser wieder einmal komplett und voll investiert mitgemacht haben, könnten wir Ende dieses Jahres, wahrscheinlich aber eher Ende Januar ein vorläufiges Zwischenhoch erreichen. Bezogen auf den DAX könnte dies im Bereich um 6.500 Punkte liegen. Der Dow Jones könnte die Spanne 11.000 bis 11.500 Zähler erreichen. Im Anschluss daran rechne ich mit einer weiteren Zwischenkorrektur, die durchaus auch ein Ausmaß von 10 bis 15% erreichen kann. Rechnen Sie also damit, dass wir dann noch einmal einen DAX um 5.200 bis 5.400 Punkte (plus/minus 200 Punkte) sehen werden. Wir werden Sie in AKTIEN-MONITOR gerade auch in den wöchentlichen Strategiepapieren hier möglichst optimal begleiten. Kurzfristig können Sie also noch auf steigende Kurse spekulieren. Die gilt es aber in einigen Wochen wieder glatt zu stellen. Echte neue Investments stehen nämlich wohl erst Ende Januar, Anfang! Februar an.
In was können Sie jetzt kurzfristig noch investieren?
In unserer Starter-Broschüre habe ich Ihnen drei aussichtsreiche Basiswerte sowie dazu passende Hebelpapiere herausgepickt. Gerade Yingli hat sich seither bereits prächtig entwickelt. Wer jetzt schon langfristig investieren möchte, dem lege ich in erster Linie die Versorger E.ON und RWE ans Herz sowie (bitte lachen Sie nicht!) die Aktie der Deutschen Telekom. Diese Werte glänzen mit einer durchschnittlichen Dividendenrendite von 6% und sollten vor allem im kommenden Frühjahr stark nachgefragt sein. Spekulative Anleger können zudem auf ein Comeback der Solar-Aktie SolarWorld setzen. Natürlich gilt es darüber hinaus auf die aktuellen Empfehlungen unserer Strategiepapiere und unserer Printausgaben zu achten.
Donnerstag, 10. Dezember 2009
Gold Strategies
Der US-Dollar und sein Spiel mit den Rohstoffen
Der US-Dollar ist die Leitwährung der Welt noch zumindest. Woher kommt diese Vormachtstellung der amerikanischen Währung? Zweifellos geht diese auf den Goldstandard zurück ein Währungssystem, das bis Anfang der 70er Jahre bestand hatte. Dieses Währungssystem (auch als Bretton-Woods-System bekannt) sah vor, dass Währungsreserven einzelner Mitgliedsstaaten in US-Dollar zu einem festen Betrag in Gold getauscht werden konnten. Damals zu einem, heute kaum vorstellbaren, Preis von 35 US-Dollar je Feinunze. Darauf aufbauend war jede Währung der Mitglieder des Währungssystems mit einem fixen Wechselkurs an den US-Dollar gebunden. Dieses System hatte die Absicht, Stabilität zwischen den einzelnen Währungen zu schaffen, da sich so jede der beteiligten Währungen direkt auf einen Gegenwert an Gold beziehen konnte. Jedoch zerbrach dieses Währungssystem infolge einer steigenden US-Staatsverschuldung Anfang der siebziger Jahre und man kehrte zurück zu einem System der freien Wechselkurse. Was geblieben ist, ist der US-Dollar als Leitwährung der Welt nicht zuletzt wegen des Vertrauens der Marktteilnehmer in die Stabilität der US-amerikanischen Wirtschaft. Die damals größte Volkswirtschaft der Welt wurde als so vertrauenswürdig angesehen, dass die meisten Transaktionen der Weltwirtschaft weiterhin in US-Dollar getätigt wurden. Jedoch hat sich die Weltwirtschaft im Laufe der letzten Jahre verändert und mit ihr auch die Einstellung der Marktteilnehmer. Zum einen gelten heutzutage andere Gesetzmäßigkeiten, wenn es um die Betrachtung der Wechselkurse geht, andererseits könnte das Vertrauen in einen starken US-Dollar durch die derzeitige Wirtschaftskrise erschüttert sein. Aktuelle ökonomische Theorien definieren Wechselkurse vor allem als Ausgleich zwischen den einzelnen Zinssätzen der Volkswirtschaften. Mehr noch als den Ausgleich zwischen zukünftig erwarteten Zinssätzen einer Volkswirtschaft. Über diesen Zins entscheiden die Zentralbanken des jeweiligen Landes hinsichtlich unterschiedlicher Kriterien. Für die amerikanische Zentralbank könnte hierbei vor allem eine schnelle Erholung der Wirtschaft im Vordergrund stehen. Niedrige Zinsen haben generell zur Folge, dass sich Sparen für die Wirtschaftsteilnehmer nicht lohnt und diese beginnen Geld auszugeben. Dies wiederum könnte zu einem steigenden Wirtschaftswachstum führen in Krisenzeiten in Kombination mit dem Bereitstellen neuen Geldes ein beliebtes wirtschaftspolitisches Instrument. Der Nachteil besteht jedoch in einer drohenden Inflation. Eben hier könnten sich die europäischen Zantralbanker von ihren amerikanischen Kollegen unterscheiden. Das erklärte Hauptziel der EZB ist die Vermeidung von Inflation, weshalb davon ausgegangen werden könnte, dass diese wesentlich früher die Zinsen erhöhen wird. Dies spiegelt sich in der aktuellen Entwicklung des US-Dollar/Euro Wechselkurses wider. Die erwarteten höheren Zinsen der europäischen Gemeinschaftswährung machen den Euro als Anlagewährung attraktiver. Mehr noch - Inflation bedeutet auch immer Kaufkraftverlust. Sollte die Inflation, durch die oben genannten Gründe, den US-Dollar stark treffen, würde die Kaufkraft der Marktteilnehmer verloren gehen. Dieser drohende Verlust wird die Marktteilnehmer dazu veranlassen, ihr Vermögen aus dem US-Dollar in alternative Anlagen zu verschieben. Traditionell kann dies ein sicherer Hafen wie das Gold sein jedoch bedienen sich die Marktteilnehmer auch anderer Strategien. Die Rede ist von sogenannten Carry Trades. Diese Strategie verfolgt die Absicht, durch das Ausnutzen von Zinsdifferenzen zwischen einzelnen Währungen Gewinne zu erzielen. Die Vorgehensweise ist dabei relativ einfach: Ein Investor verschuldet sich in einer Währung mit niedrigem Zinssatz und legt das Geld in einem Land mit einem höheren Zinssatz an. Die Differenz zwischen den niedrigen Soll- und den höheren Haben-Zinsen stellt dann den Gewinn dar. Da diese Differenz meist sehr klein ist, sind solche Investments nur lohnenswert, wenn sie in einem großen Umfang getätigt werden. Mit einem maximalen Leitzins von 0,25 Prozent gehören die Leitzinsen der USA zu den weltweit niedrigsten. Diese Carry Trades erhöhen erfahrungsgemäß den Druck auf den Wechselkurs einer Währung. So entsteht auf den Weltwährungsmärkten ein bedeutendes Überangebot an US-Dollar, da dieser gegen jene Währungen getauscht wird, die höhere Zinseinkommen erwarten lassen. Ein Blick in die Charts unterstützt diese Weltanschauung. Der Dollar erfährt seit Anfang des Jahres eine kontinuierliche Abwertung. Stand der US-Dollar vor gut einem Jahr (01.12.2008) noch bei ca. 1,27 US-Dollar/Euro, sind aktuell ca. 1,50 US-Dollar für einen Euro zu bezahlen. Die Differenz scheint gering 23 Cent jedoch gewinnen diese sehr stark an Bedeutung, wenn man den Markt für Rohstoffe betrachtet. Kostete Anfang des Jahres eine Feinunze Gold noch 689,76 Euro, sind es derzeit 778,20 Euro. Es wird deutlich, dass Gold in Euro gerechnet weniger Teuerung aufweist, als dies in US-Dollar der Fall ist
Der US-Dollar ist die Leitwährung der Welt noch zumindest. Woher kommt diese Vormachtstellung der amerikanischen Währung? Zweifellos geht diese auf den Goldstandard zurück ein Währungssystem, das bis Anfang der 70er Jahre bestand hatte. Dieses Währungssystem (auch als Bretton-Woods-System bekannt) sah vor, dass Währungsreserven einzelner Mitgliedsstaaten in US-Dollar zu einem festen Betrag in Gold getauscht werden konnten. Damals zu einem, heute kaum vorstellbaren, Preis von 35 US-Dollar je Feinunze. Darauf aufbauend war jede Währung der Mitglieder des Währungssystems mit einem fixen Wechselkurs an den US-Dollar gebunden. Dieses System hatte die Absicht, Stabilität zwischen den einzelnen Währungen zu schaffen, da sich so jede der beteiligten Währungen direkt auf einen Gegenwert an Gold beziehen konnte. Jedoch zerbrach dieses Währungssystem infolge einer steigenden US-Staatsverschuldung Anfang der siebziger Jahre und man kehrte zurück zu einem System der freien Wechselkurse. Was geblieben ist, ist der US-Dollar als Leitwährung der Welt nicht zuletzt wegen des Vertrauens der Marktteilnehmer in die Stabilität der US-amerikanischen Wirtschaft. Die damals größte Volkswirtschaft der Welt wurde als so vertrauenswürdig angesehen, dass die meisten Transaktionen der Weltwirtschaft weiterhin in US-Dollar getätigt wurden. Jedoch hat sich die Weltwirtschaft im Laufe der letzten Jahre verändert und mit ihr auch die Einstellung der Marktteilnehmer. Zum einen gelten heutzutage andere Gesetzmäßigkeiten, wenn es um die Betrachtung der Wechselkurse geht, andererseits könnte das Vertrauen in einen starken US-Dollar durch die derzeitige Wirtschaftskrise erschüttert sein. Aktuelle ökonomische Theorien definieren Wechselkurse vor allem als Ausgleich zwischen den einzelnen Zinssätzen der Volkswirtschaften. Mehr noch als den Ausgleich zwischen zukünftig erwarteten Zinssätzen einer Volkswirtschaft. Über diesen Zins entscheiden die Zentralbanken des jeweiligen Landes hinsichtlich unterschiedlicher Kriterien. Für die amerikanische Zentralbank könnte hierbei vor allem eine schnelle Erholung der Wirtschaft im Vordergrund stehen. Niedrige Zinsen haben generell zur Folge, dass sich Sparen für die Wirtschaftsteilnehmer nicht lohnt und diese beginnen Geld auszugeben. Dies wiederum könnte zu einem steigenden Wirtschaftswachstum führen in Krisenzeiten in Kombination mit dem Bereitstellen neuen Geldes ein beliebtes wirtschaftspolitisches Instrument. Der Nachteil besteht jedoch in einer drohenden Inflation. Eben hier könnten sich die europäischen Zantralbanker von ihren amerikanischen Kollegen unterscheiden. Das erklärte Hauptziel der EZB ist die Vermeidung von Inflation, weshalb davon ausgegangen werden könnte, dass diese wesentlich früher die Zinsen erhöhen wird. Dies spiegelt sich in der aktuellen Entwicklung des US-Dollar/Euro Wechselkurses wider. Die erwarteten höheren Zinsen der europäischen Gemeinschaftswährung machen den Euro als Anlagewährung attraktiver. Mehr noch - Inflation bedeutet auch immer Kaufkraftverlust. Sollte die Inflation, durch die oben genannten Gründe, den US-Dollar stark treffen, würde die Kaufkraft der Marktteilnehmer verloren gehen. Dieser drohende Verlust wird die Marktteilnehmer dazu veranlassen, ihr Vermögen aus dem US-Dollar in alternative Anlagen zu verschieben. Traditionell kann dies ein sicherer Hafen wie das Gold sein jedoch bedienen sich die Marktteilnehmer auch anderer Strategien. Die Rede ist von sogenannten Carry Trades. Diese Strategie verfolgt die Absicht, durch das Ausnutzen von Zinsdifferenzen zwischen einzelnen Währungen Gewinne zu erzielen. Die Vorgehensweise ist dabei relativ einfach: Ein Investor verschuldet sich in einer Währung mit niedrigem Zinssatz und legt das Geld in einem Land mit einem höheren Zinssatz an. Die Differenz zwischen den niedrigen Soll- und den höheren Haben-Zinsen stellt dann den Gewinn dar. Da diese Differenz meist sehr klein ist, sind solche Investments nur lohnenswert, wenn sie in einem großen Umfang getätigt werden. Mit einem maximalen Leitzins von 0,25 Prozent gehören die Leitzinsen der USA zu den weltweit niedrigsten. Diese Carry Trades erhöhen erfahrungsgemäß den Druck auf den Wechselkurs einer Währung. So entsteht auf den Weltwährungsmärkten ein bedeutendes Überangebot an US-Dollar, da dieser gegen jene Währungen getauscht wird, die höhere Zinseinkommen erwarten lassen. Ein Blick in die Charts unterstützt diese Weltanschauung. Der Dollar erfährt seit Anfang des Jahres eine kontinuierliche Abwertung. Stand der US-Dollar vor gut einem Jahr (01.12.2008) noch bei ca. 1,27 US-Dollar/Euro, sind aktuell ca. 1,50 US-Dollar für einen Euro zu bezahlen. Die Differenz scheint gering 23 Cent jedoch gewinnen diese sehr stark an Bedeutung, wenn man den Markt für Rohstoffe betrachtet. Kostete Anfang des Jahres eine Feinunze Gold noch 689,76 Euro, sind es derzeit 778,20 Euro. Es wird deutlich, dass Gold in Euro gerechnet weniger Teuerung aufweist, als dies in US-Dollar der Fall ist
Abonnieren
Kommentare (Atom)
